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    Die versetzten Tempel des Lake Nasser

    Der wohl groesste kuenstliche See der Welt mit einer Laenge von 500 km liegt suedlich von Assuan, unser derzeitiger Wohnsitz, und hoert im Deutschen auf den Namen Nassersee. Benannt nach Oberst und Staatspraesident Gamal Abdel Nasser, der den Assuan-Staudamm mit Hilfe der damaligen UdSSR errichten liess. Dieser konnte nicht nur die Nilfluten auffangen, die Strompruduktion nahzu verdoppeln und das segensreiche Nass zur Bewaesserung der Trockengebiete bereitstellen, sondern hat tausenden von Menschen ihre Heime verlassen lassen sowie haette dieser auch fast einige der sehenswertesten Tempel Nubiens fuer immer versinken lassen. Der Tempel der Isis, der Tempel Pharao Ramses II. und der kleinere Tempel von dessen Gemahlin Nefertari konnten aber Dank der damals noch jungen UNESCO und…

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    Assuan und der segensreiche Nil

    Ein letztes Mal fuhren wir mit einem weiss-schwarzen Taxi durch die voellig verstopften Strassen Cairos in Richtung des Ramses-Bahnhofs. Alles wilde Hupen endete nur in ungefaehr einen halben Meter Raumgewinn und da wir schon zu spaet dran waren, stiegen wir vorzeitig aus und mussten also unsere Reiserucksaecke ein Stueck selber zum Bahnhofsgebaeude und weiter zu unserem 1. Klasse Abteil tragen. Wobei 1. Klasse sehr unterschiedlich interpretiert werden kann. Hier sind es recht grosszuegig bemessene Sechser-Abteile mit abgewetzten Sitzbezuegen und roten Teppichen, deren Muster vom Staub bedeckt nur schwer erkennbar waren und wohl aus der Fruehzeit des Islams stammen muessen. Die Anfangseuphorie ueber ein Abteil fuer uns alleine, in dem wir uns waehrend der 15 stuendigen…

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    Die Weisse und die Schwarze Wueste

    Wir liessen Cairo hinter uns und ab ging es in die Wuestengebiete ausserhalb des vom Nil beeinflussten schmalen Korridors. Wir fuhren gen die Oase Bahariyya. Die Busfahrt dorthin war komfortabel und endlich mussten wir nicht auf der vorderen Sitzbanklehne unsere Koepfe auflegen, um die ruckelige Fahrt einigermassen im Halbschlaf ertragen zu koennen, wie in Aethiopien gemacht. Auch ist der Kauf des Bustickets eine Freude, weil gut organisiert und friktionsfrei. Lange fuhren wir durch Cairo, um endlich diesen staedtischen Moloch zu verlassen. Die Wueste beginnt dann ziemlich abrupt nach den letzten Gebaeuden und breitet sich weit ueber das restliche Aegypten aus. Einzig kleinere Flecken, wie die angesteuerte Oase, scheinen gruen aus…