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	<title>reisekreise</title>
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	<description>in Kreisen reisen</description>
	<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 12:42:48 +0000</pubDate>
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		<title>Die große Lamm-Orgie von Arachova</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 08:42:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>

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Das sich über der Glut drehende Osterlamm konnten wir ja schon bei unserer Ankunft in Kastraki (siehe diesen Artikel) bewundern. Verkosten durften wir es aber in Arachova. Und was für ein Vergnügen das war! Unsere Reise führte uns bisher in viele Länder, die durch die orthodoxe Kirche geprägt waren und sind. Hier ist der Heilige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_879" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/altefrau01.jpg"><img class="size-full wp-image-879" title="altefrau01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/altefrau01.jpg" alt="Alte Griechin mit der trachtigen Jugend" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Alte Griechin mit der trachtigen Jugend</p></div>
<p>Das sich über der Glut drehende Osterlamm konnten wir ja schon bei unserer Ankunft in Kastraki (<a href="http://www.reisekreise.net/?p=819" target="_blank">siehe diesen Artikel</a>) bewundern. Verkosten durften wir es aber in Arachova. Und was für ein Vergnügen das war! Unsere Reise führte uns bisher in viele Länder, die durch die orthodoxe Kirche geprägt waren und sind. Hier ist der Heilige Georgios (Georg) einer der wichtigsten im Heiligenkanon. Der unter unsäglichen Qualen in der Regentschaft Kaiser Diokletians gefolterte und schließlich ums Leben gebrachte Legionär Georgios (Angaben ohne Gewähr), wird in der Ikonographie meist auf einen weißen Schimmel reitend dargestellt, während er mit einer langen spitzen Lanze einen Drachen das schaurig-böse Herz durchbohrte. Von Äthiopien bis Usbekistan gibt es tausende Kirchen und Klöster, die sich mit seinem Namen schmücken und hunderte wurden auch von uns besucht. Auf Drängen von Jörg, dessen Namenspatron er ja ist, durfte auch in Griechenland der Heilige Georgios nicht fehlen. Und das war auch gut so!</p>
<div id="attachment_880" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/georgheilig01.jpg"><img class="size-full wp-image-880" title="georgheilig01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/georgheilig01.jpg" alt="Der Heilige, um den sich alles drehen tut" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Der Heilige, um den sich alles drehen tut</p></div>
<p>Wir machten uns also von Delphi kommend nach Arachova auf, da in diesem kleinen Wintersportort Georgios der Dorfheilige ist und die Hauptkirche nach ihm benannt wurde. Noch dazu war in einer lapidaren Randbemerkung unseres Reiseführers vermerkt, dass zu der Zeit unserer Anwesenheit das Fest des Heiligen und Märtyrers gefeiert wird. Doch so unscheinbar der Reiseführereintrag war, so aufregend war das Fest vor Ort. Alles in allem dauerte die Feier drei Tage, vom Namenstag des Heiligen Georgios bis zum Namenstag des Heiligen Markus (wie passend!). Unsere ersten Bekanntschaften in Arachova waren die sich am Spieß drehende Lämmer, deren heruntertropfendes Fett zischend in Rauch aufging, die wohl einladensten Geruchswölkchen. Der Braten drehte sich wieder, die Gipsy-Combo spielte auf und das Fest konnte beginnen (<a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/lamm_spiess_arachnova01.wmv" target="_blank">siehe Video hie</a>r).</p>
<div id="attachment_882" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/lammspiesse01.jpg"><img class="size-full wp-image-882" title="lammspiesse01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/lammspiesse01.jpg" alt="Ja, he! Auch Rotkäppchen dreht feste mit!" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ja, he! Auch Rotkäppchen drehte feste mit!</p></div>
<p>Weiter bergauf führte uns die Geruchsspur des knusprigen Lamms. Auf halber Höhe der 620 Stufen zählenden Treppe zwischen Kirche und Dorfplatz wurden wir auch fündig. Einerseits fanden wir Rotwein trinkende Griechen, die das köstlich Lamm durch des Feuers Kraft zur geschmacklichen Vollendung brachten und andererseits die sagenumwobene griechische Gastfreundschaft. Zuerst schauten wir nur mit großen Augen beim Braten zu, doch schon nach wenigen  Tropfen Geifers aus unserem Mundwinkeln wurde wir von Theo, im Brotberuf ein hellenischer Postbeamter, auf ein Glas, oder waren es doch mehrere Gläser, Wein eingeladen. Da man aber auf nüchternen Magen nicht zuviel Rebensaft trinken sollte, lud er uns sogleich zu sich nach Hause ein, um mit seiner Familie und Freunden das Gegrillte zu verspachteln. Der zwei Meter lange Spieß wurde zum nahe liegendem Haus gezerrt und das Lamm (nimm hinweg die Sünden der Welt) wurde zweigeteilt und in große Kasserollen gelegt.</p>
<div id="attachment_883" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/lammspiessefreunde01.jpg"><img class="size-full wp-image-883" title="lammspiessefreunde01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/lammspiessefreunde01.jpg" alt="Die Zweiteilung des Lamms" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Zweiteilung des Lamms</p></div>
<p>In dieser Form wurde es dann auch am Küchentisch neben Griechischem Salat, Brot, Feta und noch mehr Rotwein aufgebahrt. Der Empfang im Haus war nicht nur für das knusprige und zweigeteilte Lamm herzlich, auch wir wurden sehr warmherzig aufgenommen. Die ganze griechische Großfamilie war versammelt. Die Kinder hüpften vergnügt singend am Wohnzimmersofa auf und ab und der alte Großvater lächelte milde, als die beiden Lammhälften filetiert wurden. Zuallererst wurden die krosse Fettschicht unter die Anwesenden geworfen, wobei wir als Gäste gleich einmal die größten Stücke abbekamen. Dann wurde unter freudigem Geplauder und Schmatzen die Fleischstücke herunter geschnitten und verteilt. Die Tische bogen sich unter der Fleischeslast und die Mägen wurden voller und voller. Köstlich! Selten so gut und in so einer angenehmen Stimmung gegessen. Unterhielten uns teilweise auf Deutsch, da einige der anwesenden GriechInnen in Deutschland gearbeitet bzw. gelebt haben. Auf die Frage, ob hier in Griechenland jeden Tag so viel gegessen wird, kam zuerst die Antwort „ Ja, jeden Tag!“. Die aber so gleich von einem anderen korrigiert wurde, in dem er verschmitzt lächelnd hinzufügte „Nicht jeden Tag, alle zwei bis drei Stunden!“. Wird zwar nicht ganz die Wahrheit treffen, aber einen großen Bauchumfang haben sie schon, die Griechen und essen kann bei solchen Köstlichkeiten schon zur Passion werden - wie Griechenland an sich. So saß neben uns ein Amerikaner, namens Roland, der schon seit 20 Jahren hierher kommt und immer zum Fest des Heiligen Georgios bei Theo einkehrt, um mit ihm das Lamm zu verspeisen. Er ist schon derart in die Dorfgemeinschaft integriert, dass er schon die örtliche Tracht tragen darf und Hand in Hand mit den Einheimischen singend, die Kirche umrunden darf.</p>
<div id="attachment_911" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/theoundroland01.jpg"><img class="size-full wp-image-911" title="theoundroland01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/theoundroland01.jpg" alt="Der Grieche Theo (vorne) und der Amerikaner Roland (halb verdeckt hinten) beim traditionellen Kirchenumrunden" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Der Grieche Theo (vorne) und der Amerikaner Roland (halb verdeckt hinten) beim traditionellen Kirchenumrunden</p></div>
<p>Das Essen sollte aber nur den Startschuss für die nächsten Tage des Feiern werde. Es ging heiter weiter. Der Regen am zweiten Tag des Festes, der auch die vorgesehene Tanzveranstaltung ins Wasser fallen ließ, machte uns herzlich wenig aus, da am letzten Tag das große Bankett angekündigt war. Das Essen war wieder einmal grandios, doch die Feier stellte dies sogar noch in den Schatten. Am Kirchenvorplatz wurde auf der Wiese am Vormittag eine Art Olympiade abgehalten, bei der sich die Dorfbewohner bei Kugelstoßen, Seilziehen, Steinbrockenheben und ähnlichen maßen. Die Siegestrophäe war, wie konnte es hier anders sein, ein Lämmlein, allerdings noch nicht gegrillt.</p>
<div id="attachment_914" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/kugelstosser01.jpg"><img class="size-full wp-image-914" title="kugelstosser01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/kugelstosser01.jpg" alt="Der Bewerb des Kugelweitwurfes" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Der Bewerb des Kugelweitwurfes</p></div>
<div id="attachment_915" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/juryfest01.jpg"><img class="size-full wp-image-915" title="juryfest01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/juryfest01.jpg" alt="Die Jury ist nicht so ganz auf den Wettbewerb konzentriert" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Jury ist nicht so ganz auf den Wettbewerb konzentriert</p></div>
<p>Nach den sportlichen Ertüchtigungen ging es dann wieder ans Lammverzehren und Rotwein trinken. Wobei zur Verdauung dann endlich zünftig nach griechischer Art abgetanzt wurde. Die Dorfältesten in ihren Trachtenröckchen und Strumpfhosen tanzten im grünen Gras zwischen den Banketttischen (<a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/griechentanzen03.wmv" target="_blank">hier das Tanzvideo</a>! unbedingt ansehen!) und gaben mit einem Schuss aus einem sehr altertümlich wirkenden Vorderlader das Startzeichen für die Tanzveranstaltung. Das Jungvolk, schon etwas schneller und beschwingter drehte sich vor der Kirche (<a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/tanzbeimkirchenplatz01.wmv" target="_blank">Video zum Ringelrein</a>), wobei hier nicht nur Tracht geduldet wurde. Aufgespielt wurde dazu von der örtlichen Holzblasmusikgruppe auf Schalmeien mit Trommelbegleitung. Eine Hetz!</p>
<div id="attachment_892" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten09.jpg"><img class="size-full wp-image-892" title="trachten09" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten09.jpg" alt="Das Spiel auf der Schalmei" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Das Spiel auf der Schalmei</p></div>
<div id="attachment_885" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten01.jpg"><img class="size-full wp-image-885" title="trachten01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten01.jpg" alt="Die örtlichen Trachten" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die örtlichen Trachten</p></div>
<div id="attachment_888" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten05.jpg"><img class="size-full wp-image-888" title="trachten05" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten05.jpg" alt="Der Tanz der Dorfältesten" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Der Tanz der Dorfältesten</p></div>
<div id="attachment_889" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten06.jpg"><img class="size-full wp-image-889" title="trachten06" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten06.jpg" alt="Die Puffn immer dabei" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Puffn immer dabei</p></div>
<div id="attachment_890" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten07.jpg"><img class="size-full wp-image-890" title="trachten07" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten07.jpg" alt="Das Jungvolk tänzelt dahin" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Das Jungvolk tänzelt dahin</p></div>
<p>Zum Abschluss ging es noch ein paar Runden händchenhaltend um die Kirche des Heiligen Georgios, angeführt von der Kapelle und dem bärtigen Priester, bevor es die 620 Stufen hinab zum Dorfplatz ging (<a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/umzug_arachova01.wmv" target="_blank">siehe Video</a>).</p>
<div id="attachment_891" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten08.jpg"><img class="size-full wp-image-891" title="trachten08" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten08.jpg" alt="Wenn die Musi spielt ..." width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Wenn die Musi spielt ...</p></div>
<div id="attachment_893" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten10.jpg"><img class="size-full wp-image-893" title="trachten10" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten10.jpg" alt="Die Kirche umrundend" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Kirche umrundend</p></div>
<div id="attachment_895" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten12.jpg"><img class="size-full wp-image-895" title="trachten12" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten12.jpg" alt="Röcke sind sehr beliebt" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Röcke sind sehr beliebt</p></div>
<div id="attachment_917" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/trachtenfraeulein01.jpg"><img class="size-full wp-image-917" title="trachtenfraeulein01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/trachtenfraeulein01.jpg" alt="Ein Trachtenfräulein" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Trachtenfräulein</p></div>
<p>In Arachova schnorrten wir uns also kräftig durch, wobei hier sonst allerdings alles sehr teuer ist. Arachova ist der Wintersportort in Greichenland und dies ist noch mehr als bei uns ein teures Vergnügen. So schauten wir nicht schlecht, als wir in einem Lokal für ein großes Bier (es muss ja nicht immer Rotwein sein) sage und schreibe € 7,50 ablegen mussten. Da brennts die aus!</p>
<p>Unser Trip führte uns nun weiter nach Athen zu einer Bekannten von Jörg, der netten Olga. Darauf freuten wir uns noch mehr. Bis dann.</p>
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<div id="attachment_897" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten14.jpg"><img class="size-full wp-image-897" title="trachten14" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/trachten14.jpg" alt="Im kessen Röckchen" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Im kessen Röckchen</p></div>
<div id="attachment_918" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/ichundpriester01.jpg"><img class="size-full wp-image-918" title="ichundpriester01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/ichundpriester01.jpg" alt="Der bärtige Priester und ich" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Der bärtige Priester und ich</p></div>
<div id="attachment_919" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/tanz01.jpg"><img class="size-full wp-image-919" title="tanz01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/05/tanz01.jpg" alt="Abtanzen" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Abtanzen</p></div>
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		<title>Die Meteora-Klöster hoch am Berge und das Orakel von Delphi</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 22:44:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>

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		<category><![CDATA[Kloster]]></category>

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		<description><![CDATA[Herrlich sind die Fahrten durch Griechenland. Jetzt im Frühjahr blüht es dort und die Berghänge stehen in gelber Blütenpracht. Doch viel eindrucksvoller waren die endlosen Weiten der Olivenhaine. So weit das Auge reicht ein silbrig-grünes Meer zwischen den Bergen, nur vereinzelt lugen ein paar Zypressen heraus wie der Schiffsmast einer Trireme. Sind nun schon durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: left;">Herrlich sind die Fahrten durch Griechenland. Jetzt im Frühjahr blüht es dort und die Berghänge stehen in gelber Blütenpracht. Doch viel eindrucksvoller waren die endlosen Weiten der Olivenhaine. So weit das Auge reicht ein silbrig-grünes Meer zwischen den Bergen, nur vereinzelt lugen ein paar Zypressen heraus wie der Schiffsmast einer Trireme. Sind nun schon durch einige Mittelmeerländer gereist, aber so riesige Anbauflächen für Oliven sind mir noch nie aufgefallen. Die krummen und knorrigen Stämme der Olivenbäume wirken wie alte bucklige Männer und man möchte ihnen stützend zum Ast gehen. Doch trotz oder gerade wegen ihres Aussehens produzieren sie himmlisch schmeckende Oliven und im daraus gepressten Öl möchte man gerne herausfrittiert werden.</div>
<div id="attachment_862" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/delfirundblick021.jpg"><img class="size-full wp-image-862" title="delfirundblick021" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/delfirundblick021.jpg" alt="Blick in das Meer aus Wasser und das Meer aus Olivenbäume" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Blick in das Meer aus Wasser und das Meer aus Olivenbäume</p></div>
<p>In Kastraki, ein kleiner Ort bei Kalambaka, schlugen wir unser Zelt auf. Das schützte uns auch sehr gut vor den Greichenland untypischen Dauerregen. Das einzige regenfreie Fenster während unserer Anwesenheit dort nutzen wir natürlich, um uns die auf den Felsenzinnen gelegenen Klöster von Meteora anzusehen. Da wir unten im Tal campierten und der Aufstieg etwas beschwerlich für uns geschundene Reisekreaturen war, mieteten wir uns ein Mopele. Mit diesem absolvierten wir die steile und kurvenreiche Straße zu den Klöstern (<a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/mopele_meteora01.wmv" target="_blank">siehe Video hier</a>).</p>
<p>Die meisten Klöster wurden im 15. - 16. Jahrhundert nach Christi Geburt auf schwer zugänglichen Felsen errichtet und die Mönche und Nonnen lebten hier nach strengen Regeln wie in der berühmten Mönchsrepublik Athos. Da auch die Öffnungszeiten sehr streng geregelt sind, konnten wir die Mönchsburgen nur von Aussen besichtigen. Reichte aber vollkommen aus, da wir als &#8220;Christliche Reisegruppe&#8221; :-)  schon mehr Kirchen von Innen gesehen haben als der Papst Kleinkinder geküsst hat.</p>
<div id="attachment_866" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/meteora02.jpg"><img class="size-full wp-image-866" title="meteora02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/meteora02.jpg" alt="Das Kloster Agios Stephanos" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Das Kloster Agios Stephanos</p></div>
<div id="attachment_868" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/meteora04.jpg"><img class="size-full wp-image-868" title="meteora04" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/meteora04.jpg" alt="Dem Himmelvater sehr nahe" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Dem Himmelvater sehr nahe</p></div>
<div id="attachment_869" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/meteora05.jpg"><img class="size-full wp-image-869" title="meteora05" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/meteora05.jpg" alt="Agia Triada mit der Stadt Kalambaka im Hintergrund" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Agia Triada mit der Stadt Kalambaka im Hintergrund</p></div>
<p>Interessant waren auch die alten Liftanlagen der Möchnlein. Ein grobmaschiges Netz wurden an einem Seil nach unten gelassen und der Mönchspassagier konnte einstiegen und gen Himmel befördert werden. Sollte mal ein Netz vor Altersschwäche gerissen sein, so glaubte man, der Mönch hat in luftiger Höhe unkeusche Gedanken gehabt und wurde unverzüglich bestraft. Diese Interpretation erspart auf jeden Fall viel an Prozesskosten gegen den Liftbetreiber.</p>
<div id="attachment_867" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/meteora03.jpg"><img class="size-full wp-image-867" title="meteora03" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/meteora03.jpg" alt="Der Mönchslift beim Kloster Megalou Meteorou" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Der Mönchslift beim Kloster Megalou Meteorou</p></div>
<p>Nach den Meteoro-Klöstern gings weiter Richtung Süden zur antiken Stadt Delphi, wo wir uns kurz die Stätte des Orakles ansahen. Geweissagt wurde uns leider nichts, die alten Tempelanlagen sind aber auf jeden Fall sehr gut gelegen und lassen erahnen, wie mächtig Delphi dereinst gewesen sein muss.</p>
<div id="attachment_865" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/delphi071.jpg"><img class="size-full wp-image-865" title="delphi071" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/delphi071.jpg" alt="Die Überbleibsel des Heiligtums der Athena" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Überbleibsel des Heiligtums der Athena</p></div>
<div id="attachment_863" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/delphi021.jpg"><img class="size-full wp-image-863" title="delphi021" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/delphi021.jpg" alt="Na, wer is schena?" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Na, wer is schena?</p></div>
<p>Im Archeologischen Museum befinden sich als Highlight der sagenumwobenen Nabel der Welt. Göttervater Zeus selbst hat zwei Vögel von den Enden der Welt starten lassen und hier in Delphi sind diese mit den Köpfen aneinander geprallt - der Mittelpunkt der Welt. Der Nabel an sich schaut aber aus wie eine Deformation, wirkt eher wie ein Fleisch- oder Hautnabel. Vielleicht das damalige Schönheitsideal eines perfekten Bauchnabels.</p>
<div id="attachment_864" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/delphi031.jpg"><img class="size-full wp-image-864" title="delphi031" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/delphi031.jpg" alt="Der Nabel der Welt - wohl eher ein sogenannter Fleischnabel" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Der Nabel der Welt - wohl eher ein sogenannter Fleischnabel</p></div>
<p>Das wahre Highlight der Gegend erwartete uns aber noch - das Fest des Heiligen Georgios in Arachova. Das war vielleicht eine Hetz. Alles weitere im nächsten Artikel.</p>
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		<title>Urlaub in Griechenland statt Reise durch Zentralasien</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 17:19:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie richtig die Entscheidung war, die Reise durch Zentralasien abzubrechen und ins sonnige Griechenland zu pilgern, zeigt wohl am besten dieses Video.
Das kulinarisch unter aller Sau (obwohl das Schwein ja in Usbekistan als Speise verpönt ist) liegende Essen in Zentralasien wandelte sich in Griechenland zu einem Schmaus, der alle Sinne ansprach und umschmeichelte. Kaum in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie richtig die Entscheidung war, die Reise durch Zentralasien abzubrechen und ins sonnige Griechenland zu pilgern, zeigt wohl am besten dieses Video.</p>
<div id="attachment_842" class="wp-caption aligncenter" style="width: 260px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/spiess121.gif"><img class="size-full wp-image-842" title="spiess121" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/spiess121.gif" alt="Der Spieß dreht sich! Lecker. lecker!" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Der Spieß dreht sich! Lecker. lecker!</p></div>
<div id="attachment_842" class="wp-caption aligncenter" style="width: 260px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/spiess12.gif"><img class="size-full wp-image-837" title="spiess12" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/spiess12.gif" alt="Der Spieß dreht sich noch schneller! Lecker. lecker, lecker!" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Der Spieß dreht sich noch schneller! Lecker. lecker, lecker!</p></div>
<p>Das kulinarisch unter aller Sau (obwohl das Schwein ja in Usbekistan als Speise verpönt ist) liegende Essen in Zentralasien wandelte sich in Griechenland zu einem Schmaus, der alle Sinne ansprach und umschmeichelte. Kaum in Griechenland angekommen, duftete es schon aus fast jedem Vorgarten nach frischgegrillten Lamm am Spieß. Unsere ersten Ostern in diesem Jahr feierten wir ja im verregneten Samarkand bei altem Brot und Streichkäse sowie vor Kälte frierend in unsere Absteige! Doch wir Lieblinge der Götter des Olymps bekamen eine zweite Chance auf ein anständiges Osterfest. Gelobt seien die orthodoxen Christen, die die Berechnung des Osterdatums nicht mit dem Gregorianischen Kalender vornehmen. So feiern sie die Auferstehung Christi später als der Papst in Rom und wir feierten ausgiebig mit. Die Griechen und Innen zaubern das wohl schmackhafteste Essen und so waren unsere ausgedörrten Geschmacksknospen heilfroh, als wir Tzatziki, Souflaki, köstliches Weißbrot und Griechischen Salat unseren Mägen zuführten. Nicht nur das Essen alleine ließ uns Luftsprünge vollführen, auch das Wetter hatte uns wieder lieb. Sonnenschein, blauer Himmel und mit kurzem T-Shirt rumspazieren sind das was wir geschenkt bekamen.</p>
<p>Vorher musste aber noch Usbekistan verlassen werden. Kurzfristig in Taschkent Sitzplätze im Flugzeug nach Istanbul gebucht und fünf Stunden nach Aufbruch waren wir schon wieder am Platz vor der Blauen Moschee.</p>
<div id="attachment_823" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbulnight01.jpg"><img class="size-full wp-image-823" title="istanbulnight01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbulnight01.jpg" alt="Istanbul by night" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Istanbul by night</p></div>
<p>Hier wollten wir uns in aller Ruhe entscheiden, wie unsere weitere Reise nun nach den Erkenntnissen von Samarkand ablaufen sollte. Klar war, keine kalten und unfreundlichen Ziele anzusteuern und ich noch so zwei Monate Zeit habe, da ich spätestens Anfang Juni in Belgrad sein will - zur Hochzeit von Görb und Milica. Es standen einige  Wunschdestinationen fest, die wir noch besuchen wollten - Südafrika zu den weißen Löwen (eine Bekannte von Jörg hat dort ein Zuchtprojekt), nach Ghana zu den weissagenden Zwergen (Abdel Kahir war dort und hörte ihre Prophezeiungen) und ins Leichen verbrennende Indien. So richtig warm wurden wir für keine der Länder und wir müssen uns ja noch einiges für die spätere Reise aufheben. So kam dann der Nachbarstaat der Türkei Griechenland ins Spiel. Dort gibt es vieles, was uns während unserer Reise abgegangen ist. Klarer Fall! Busfahrt gebucht und 12 Stunden später kamen wir in der Früh in Thessaloniki an. Der Oberaufseher in diesem Bus war allerdings einer der stressigen Sorte. Er war an sich nur eine Stunde nach Abfahrt und eine Stunde vor Ankunft im Bus zu sehen. Diese Zeit nutzte er aber ausgiebig, um uns anzuzipfen. Beim ersten Versuch die Schuhbänder zu lockern, kam gleich ein wütender Blick und eine abwehrende Geste - Schuhe anlassen und das die ganze Fahrt! Bis er sich in sein Schlafkammerl verzog, verfolgten uns seine argwöhnischen Blicke. Als ich endlich einschlief, waren wir auch schon fast an unserem Zielort angelangt. Dies wurde uns sehr rüpelhaft vom Aufseher klar gemacht. Mit einem schweinischen Grunzen und festem Rütteln holte er uns aus unseren Träumen von griechischen Göttinnen und befehligte uns unsanft aus dem Bus.</p>
<div id="attachment_826" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/olymp.jpg"><img class="size-full wp-image-826" title="olymp" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/olymp.jpg" alt="Die Götter des Olymps sind uns gewogen" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Götter des Olymps schauen runter auf uns </p></div>
<p>Die Grenze zwischen der Türkei und Griechenland wird an sich nicht wirklich hart kontrolliert. Das einzige Gepäckstück, das die Aufmerksamkeit des griechischen Zöllners erregte, war das eines EU-Staatsbürgers - mein Rucksack. Gefolgt von einer Alkoholfahne wies er mich an, dass Gepäck sofort zu öffnen. Bei Fahrten stecke ich meinen Rucksack immer in einen dünnen Übersack mit Schloss, damit nichts verdreckt und nicht jeder gleich den Rucksack aufmachen kann. Kopfschüttelnd über meine &#8220;Dummheit&#8221; nur so einen dünnen Sack zu verwenden musste er schließlich vor allen Fahrgästen in einem herablassenden Ton mitteilen &#8220;If I have a knife, this is no problem! Hä, hä, hä!&#8221;. Egal!</p>
<p>Dafür war Thessaloniki um so freundlicher. Gleich im ersten Café-Haus bekamen wir die ersten gefärbten Ostereier (die vermeintlich gefärbten Eier in Usbekisten stellten sich bei näherem Hinsehen, als Ostereier mit verwischter Hühnerkot-Verziehrung heraus) und einen süßen Kuchen. Oh, ja!</p>
<p>Fuhren trotzdem mit dem Zug weiter nach Kalambaka, die Stadt in der Nähe der fantastischen Meteora-Klöster. Hier werden wir einige Zeit verbringen und unser Zelt wieder einmal benutzen, damit wir es die tausenden Kilometer nicht umsonst mitgeschleppt haben.</p>
<div id="attachment_824" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/kalabaka02.jpg"><img class="size-full wp-image-824" title="kalabaka02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/kalabaka02.jpg" alt="Die Felsenlandschaft in Kalambaka" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Die Felsenlandschaft in Kalambaka</p></div>
<div id="attachment_825" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/kalabaka04.jpg"><img class="size-full wp-image-825" title="kalabaka04" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/kalabaka04.jpg" alt="Die Felsen, auf denen die Klöster errichtet wurden" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Felsen, auf denen die Klöster errichtet wurden</p></div>
<div id="attachment_834" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/joergundmeteora01.jpg"><img class="size-full wp-image-834" title="joergundmeteora01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/joergundmeteora01.jpg" alt="Jörg vor der steineren Kulisse" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Jörg vor der steineren Kulisse</p></div>
<p>Noch etwas hatten wir hier in Griechenland nachzuholen. Einmal wieder &#8220;g´scheit furtgehen&#8221;. Da wir zu den orthodoxen Ostern hier ankamen, war dies natürlich eine ideale Zeit, um in überfüllten Bars mal den Einen und den Anderen zu kippen. Das Fortgehen haben wir uns allerdings ein wenig anders vorgestellt. Hier stehen in den gerammelt vollen Bars die Männer bei kleinen Tischchen, darauf kleine Leckerbissen verteilt und die Frauen stehen an der Bar. Kontaktaufnahme zwischen den Geschlechtern nur mit Blicken und das wichtigste: es besteht Tanzverbot! Wer soll das auch wissen, wir auf jeden Fall nicht. So tanzten wir zu den Elektrobeats genau so lange, bis der kleinwüchsige Kellner-Ungustl schon fast rabiat wurde und uns Nahe legte, doch besser das Lokal zu verlassen. Also, ganz wie wir es haben wollen, ist es hier noch nicht, wir näheren uns aber mit großen Schritten dem Klimaxstadium an.</p>
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		<title>Tausendundeine Nacht der Kaelte in Samarkand</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 18:48:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem wackeligen Bus ging es auf zu einem Highlight unserer Reise, so dachten wir es uns im Voraus – ins sagenumwobene Samarkand, der Stadt aus der Märchensammlung von Tausendundeiner Nacht. Die Busfahrt war angenehm und da wir uns auf die hintersten Plätze positionierten, die gleich vor dem Motor gelegen waren, wurde es wohlig warm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem wackeligen Bus ging es auf zu einem Highlight unserer Reise, so dachten wir es uns im Voraus – ins sagenumwobene Samarkand, der Stadt aus der Märchensammlung von Tausendundeiner Nacht. Die Busfahrt war angenehm und da wir uns auf die hintersten Plätze positionierten, die gleich vor dem Motor gelegen waren, wurde es wohlig warm und ich döste in der behaglichen Atmosphäre ein wenig ein. Dies sollte aber im Nachhinein gesehen, der letzte warme Ort der Samarkand-Reise sein. Im Bus, wie auch in ganz Usbekistan, waren die Menschen auffallend ruhig. Kein lautes Herumgeschreie, kein Gedränge, kein Kampf um den Sitzplatz herrschten hier. Nach den Fahrten durch die arabische Welt ein recht gesittetes Auftreten – fast zu gesittet und reserviert. Hier ist es allerdings nicht so einfach mit Menschen in Kontakt zu treten, sind verschlossener, in sich gekehrter und es scheint fast so, als ob Touristen in dieser Weltgegend nicht so interessant wären wie anderswo. Trotz dessen lernten wir eine junge Dame mit auffallend großen weißen Blumenstrauß kennen, eine der wenigen, die Englisch sprechen konnte und plauderten so mit ihr. Der überdimensionale Blumenstrauß war für eine Hochzeit in der Nähe von Samarkand gedacht zu der sie und ihre Tante, als Begleitschutz, hinzufahren gedachten. Erst als wir so mit ihr redeten, drehten sich die anderen Fahrgäste zu uns um und wir wurden wahrgenommen. Zur Hochzeit lud sie uns zwar ein, aber leider waren wir zu müde – eine zähe Müdigkeit, die seit dem Betreten der Arabischen Welt nicht mehr abzuschütteln war. Wäre wohl sehr interessant gewesen, so doch, laut ihren Erzählungen bis zu 400 Gäste erwartet wurden. Man stelle sich vor, wie viele Lämmer und Hühner da geschlachtet werden und wie viele Hektoliter Vodka den Kehlen hinunterläuft.</p>
<div id="attachment_777" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/taschkentleute01.jpg"><img class="size-full wp-image-777" title="taschkentleute01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/taschkentleute01.jpg" alt="Der Usbeke, die Usbekin" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Der Usbeke, die Usbekin</p></div>
<div id="attachment_796" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/kinder01.jpg"><img class="size-full wp-image-796" title="kinder01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/kinder01.jpg" alt="Lasset die Kinder zu mir kommen" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Lasset die Kinder zu mir kommen</p></div>
<p>Im Hotel Bahodir kamen wir unter und dies sehr günstig. Mit dem, allerdings sehr großen Haken, dass unser geräumiges Zimmer keine Heizung hatte und Samarkand sich während des Aufenthalts eher von seiner frostigen Seite zeigte. Es war regnerisch, kalter schneidender Wind blies uns um die Ohren und die lange Unterhose wurde untertags meine geliebte Begleiterin, sowie der dicke Schlafsack bei Nacht mein Bettgenosse. Das einzig wärmende Teil im Zimmer war der Prozessor meines Netbooks, an dem ich kurzzeitig meine klammen Finger wärmen konnte. Scheint doch die falsche Jahreszeit zu sein, um Zentralasien zu besuchen. Die ganze Umgebung erwacht zwar gerade aus dem Winterschlaf, von einem berauschenden Frühling kann aber nicht die Rede sein.</p>
<div id="attachment_815" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/ichfrierend01.jpg"><img class="size-full wp-image-815" title="ichfrierend01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/ichfrierend01.jpg" alt="Wie eine Raupe im Kokon eingewickelt gegen die unbarmherzige Kälte" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Wie eine Raupe im Kokon eingewickelt gegen die unbarmherzige Kälte</p></div>
<p>Dafür gibt es hier aber einige der schönsten und wohlproportioniertesten Bauwerke der islamischen Architektur - allen voran der Registan. Im 15. – 17. Jahrhundert unter verschiedenen Herrschern erbaut, dienten diese Gebäude vor allem der Lehre. Nicht nur der Lehre des Korans, sondern auch der der Mathematik, der Astronomie und der Philosophie, die wichtigste Universität der damaligen islamisch-orientalischen Welt. Drei um einen Platz gruppierter Medressen, deren Eingangsportale von mächtigem Mauerwerk umgeben sind und an den Seiten von Minaretten bewacht werden.</p>
<div id="attachment_779" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/registan01gross.jpg"><img class="size-full wp-image-779" title="registan01gross" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/registan01gross.jpg" alt="Gesamtblick des Registan" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Gesamtblick des Registan</p></div>
<div id="attachment_780" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/registandetail01.jpg"><img class="size-full wp-image-780" title="registandetail01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/registandetail01.jpg" alt="Die verfliestenKuppeln und Minarette" width="500" height="666" /></a><p class="wp-caption-text">Die verfliesten Kuppeln und Minarette</p></div>
<div id="attachment_781" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/tilla-karimdresse01.jpg"><img class="size-full wp-image-781" title="tilla-karimdresse01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/tilla-karimdresse01.jpg" alt="Die Tilla Karim Madrasa" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Tilya Kori Medresse</p></div>
<div id="attachment_778" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/tilla-karimdresse05.jpg"><img class="size-full wp-image-778" title="tilla-karimdresse05" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/tilla-karimdresse05.jpg" alt="Detail der Tilla Karim Madrasa" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Detail der Tilya Kori Medresse </p></div>
<div id="attachment_789" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/sherdormedresse01.jpg"><img class="size-full wp-image-789" title="sherdormedresse01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/sherdormedresse01.jpg" alt="Die Sherdor Madrasa mit den Tigern" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Sher-Dor Medresse mit Tigern und menschlichen Gesichtern - Abbildungen, die im Islam an sich nicht erlaubt sind</p></div>
<p>Im Inneren reihen sich um einen Hof kleine Zimmerchen, in denen die Azubis ihren Studien nachgehen und die herumziehenden Derwische kleine Päuschen einlegen konnten. An sich ist der Registan nur zu den normalen Behördenöffnungszeiten zugänglich, doch als wir uns des nächtens, vom kalten Zimmer ins Freie getrieben, dort herumschlichen, begegneten wir den Nachtwächter. Der, mit dem schlechten Nachtwächterlohn nicht auskommend, uns anbot, den Tag zur Nacht zu machen. So sollten wir in das unvergleichliche Vergnügen kommen, den Registan bei absoluter Dunkelheit ganz alleine besuchen zu können. Um etwas zu sehen, war es aber dann doch zu dunkel! So kamen wir um sechs in der Früh zum Sonnenaufgang wieder und konnten vom Minarett aus die Umgebung (<a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/registanvonoben01.wmv" target="_blank">siehe Video</a>) und die Gebäude des Registan bewundern. Von der kleinen Aufwandsentschädigung für den Nachtwächter war auch er am Ende der kurzen Preisverhandlung angetan, obwohl er eigentlich auf den doppelten Preis bestand.</p>
<div id="attachment_797" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/sherdormedressenacht.jpg"><img class="size-full wp-image-797" title="sherdormedressenacht" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/sherdormedressenacht.jpg" alt="Die Sher-Dor Medresse illuminiert" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Sher-Dor Medresse illuminiert</p></div>
<div id="attachment_782" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/tilla-karimdresse02.jpg"><img class="size-full wp-image-782" title="tilla-karimdresse02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/tilla-karimdresse02.jpg" alt="Die Architektur der islamischen Welt" width="500" height="666" /></a><p class="wp-caption-text">Die Architektur der islamisch-orientalischen Welt</p></div>
<div id="attachment_790" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/ichundsherdor01.jpg"><img class="size-full wp-image-790" title="ichundsherdor01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/ichundsherdor01.jpg" alt="Ausblick vom Minarett" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ausblick vom Ulugbeck-Moschee-Minarett im Morgengrauen</p></div>
<div id="attachment_800" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/ichundnachtwaechter01.jpg"><img class="size-full wp-image-800" title="ichundnachtwaechter01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/ichundnachtwaechter01.jpg" alt="Der geschäftstüchtige Nachtwächter und ich mit Amtskapperl" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Der geschäftstüchtige Nachtwächter und ich mit Amtskapperl</p></div>
<p>Auch gibt es hier einen ausgeprägten Totenkult. Unzählige Mausoleen reihen sich aneinander, eines prächtiger als das andere. Meist für Regenten, deren Frauen und für Noble errichtet, wirken diese wie eine etwas kleinere Version der Gebäude des Registan. Viele von diesen Grabmälern wurden unter der Regentschaft von Timur, den Lahmen errichtet. Dessen Regentschaft zu den ökonomisch besten gezählt werden kann, da der Handel auf der Seidenstraße zu dieser Zeit wieder heftig erblühte. So sind auch diese Gebäude innen wie außen voller Prunk und reichhaltiger Details. Die blau verkachelten Kuppeln strahlen von der Weite wie ein zweiter Himmel in Erdennähe. Das Innere des Go`ri Amir Mausoleums war über und über mit Gold verziert, so blinkend wie die güldenen Vorderzähne der usbekischen Frauen.</p>
<p>Heutzutage glänzt die Grabkammer zwar wieder, doch wurde nach der Zerstörung durch Kriege, Erdbeben und Wetter dieses mit Hilfe der UNESCO nur mehr mit Pappmasché und viel Farbe restauriert. Eine sehr bemerkenswerte Geschichte soll sich auch um diesen Totentempel ranken. Die sterblichen Überreste von Timur, den Lahmen sind hier beerdigt und 1941 wurde der Sarg Timurs von einer russischen Anthropologen-Gruppe geöffnet. An der Unterseite des Sargdeckels war in großen Lettern eingemeißelt: „ Wer dieses, mein Grab öffnet, wird von einem Feind heimgesucht, der weit schrecklicher sein wird als ich es bin“. Seine Herrschaft soll wirklich sehr grausam und voller Unbarmherzigkeit gewesen sein. In einer eroberten Stadt seines riesigen Reiches ließ er zur Abschreckung gleich einmal 2000 Einwohner lebendig begraben und eine seiner Lieblingsbeschäftigungen war das Errichten von riesigen Pyramiden aus lauter Totenschädeln der Getöteten. Einen Tag nach der Graböffnung erklärte Nazi-Deutschland Russland den Krieg. Seltsam, aber so steht es geschrieben …</p>
<div id="attachment_785" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/guriamirmauso01.jpg"><img class="size-full wp-image-785" title="guriamirmauso01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/guriamirmauso01.jpg" alt="Das Go'ri Amir Mausoleum" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Das Gori Amir Mausoleum</p></div>
<div id="attachment_784" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/guriamirmauso04.jpg"><img class="size-full wp-image-784" title="guriamirmauso04" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/guriamirmauso04.jpg" alt="Diese Grabstaette von Innen" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Diese Grabstätte von Innen</p></div>
<div id="attachment_788" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/shakizinda02.jpg"><img class="size-full wp-image-788" title="shakizinda02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/shakizinda02.jpg" alt="Die Shaki Zinda Mausoleum-Strasse" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Shaki Zinda Mausoleen-Straße</p></div>
<div id="attachment_787" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/shakizinda04.jpg"><img class="size-full wp-image-787" title="shakizinda04" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/shakizinda04.jpg" alt="ebenso diese Mausoleen-Ansammlung" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">ebenso diese Mausoleen-Ansammlung</p></div>
<p>Nicht nur die Menschen der alten Zeiten huldigten den Toten, auch die modernen Gräber in der Nähe der Mausoleen haben bemerkenswerte Grabsteine. Die meisten sind mit den Bildern der Verstorbenen verziert und, wenn man durch die Gräberreihen marschiert, schauen einen links und rechts die Gesichter längst Verstorbener an, doch ein wenig gruselig (<a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/grabsteinesamarkand03.wmv" target="_blank">siehe Video</a>).</p>
<div id="attachment_792" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/grabstein01.jpg"><img class="size-full wp-image-792" title="grabstein01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/grabstein01.jpg" alt="Die Gesichter im Grabstein" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Gesichter im Grabstein</p></div>
<p>Diese morbide Stimmung passte auch irgendwie in die Zeit, in der wir uns dort befanden – Jesus Tod und Beerdigung. Um dies noch zu unterstreichen, legten wir Fasttage und einen Schweigetag ein, um vielleicht unsere eigene Auferstehung aus der Kälte und dem Regen Samarkands feiern zu können. Die Tage des Nichtessens und Nichtredens verbrachten wir im zerstörten und unter meterdicken Erdschichten begrabenen alten Samarkand – oder Afrosiob oder Marakanda. Diese Stadt wurde von Alexander den Großen bei seinen Feldzügen Richtung Osten erobert und Jahrhunderte später, nach großartigen Epochen mit Dichtern wie Omar Khayyam, von den Horden Dschingis Khans den Erdboden gleichgemacht. Heute erstrecken sich dort weite grüne Wiesen, auf denen Schafherden Gras fressend ihren Tag verbringen.</p>
<div id="attachment_793" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/schof01.jpg"><img class="size-full wp-image-793" title="schof01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/schof01.jpg" alt="Schof" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Schof</p></div>
<div id="attachment_794" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/bibixonimgebaeude01.jpg"><img class="size-full wp-image-794" title="bibixonimgebaeude01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/bibixonimgebaeude01.jpg" alt="Die Bibi Xonim Moschee und Mausoleum" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Bibi Xonim Moschee und Mausoleum von Afrosiob aus</p></div>
<p>Hier verbrachten wir unsere Fastentage bei den einzigen sonnenreichen Tagen, lagen schweigend in der Sonne und schauten den Schafen beim Fastenbrechen zu. Nach der deftigen Osterjause am Samstagabend begann es aber wieder wie aus Kübeln zu regnen und die Kälte kam mit neuer Härte zurück.</p>
<p>So verbrachten wir wieder mehr Zeit als gewollt im Hotel Bahodir. Die meisten Gäste im Hotel trugen weiße Rauschebärte, waren klein, untersetzt und trugen rote Hosen – erinnerten sehr stark an Papa-Schlumpf! Sie redeten nur von sich selbst, konnten nicht zuhören und waren so autistisch wie ein leergeräumter Zigarettenautomat. Die Reise-Schlümpfe (nicht nur die mit weißem Bart) wollen immer alles gesehen haben, jedes verdammte Kaff von hier bis ins Taka-Tuka-Land vermessen, durchschreiten und „mitnehmen“. Alles gierig in die Kamera einsaugen und überall gewesen sein, egal was es ihnen persönlich bringen mag.</p>
<p>Die Schlümpfe, die unnahbaren und spaßvermeidenden Menschen hier sowie das gar schröcklichen Wetter ließen die Erkenntnis in uns aufkeimen, dass wir deswegen nicht auf Reisen gegangen sind. Wir wollen neben interessanten Orten auch feine Reisebekanntschaften schließen, offene warme Menschen kennen lernen, die Sonne anbeten, Spaß haben, Abfeiern, das Leben genießen und neue Pläne für unsere Zukunft ausloten. Aber uns sicher nicht unnötig quälen mit Reiseplänen, die wir vor einem Jahr in Wien gewälzt haben, welche der Innere-Schlumpf uns eingeflüstert hat. Flexibler sein in unseren Leben, nicht an starren unnötigen Vorgaben festkleben und den Mut haben Dinge, die falsch laufen zu ändern, so möge es sein. Deshalb werden wir den Schlumpf in uns in den Arsch treten und Usbekistan früher verlassen – es hat sich ausgeschlumpft!</p>
<p>Auch werden wir nicht weiter die Seidenstraße entlang frösteln, sondern neue „wärmere“ Gefilde aufsuchen, die unserem Naturell eher entsprechen.<br />
Auch wenn uns König Schahiyar aus Tausendundeiner Nacht für diese Geschichte enthauptet hätte, so und nicht anders wird sie erzählt. Wohin es nun geht? Ihr werdet davon lesen …</p>
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<div id="attachment_795" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/denkmal02.jpg"><img class="size-full wp-image-795" title="denkmal02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/denkmal02.jpg" alt="DenkMal" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">DenkMal</p></div>
<p>Noch ein paar Fotos zum Abschied aus Zentralasien:</p>
<div id="attachment_802" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/leutehaxnverkaeufer01.jpg"><img class="size-full wp-image-802" title="leutehaxnverkaeufer01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/leutehaxnverkaeufer01.jpg" alt="Die rote Frau verkauft köstliche Tierhaxn" width="500" height="666" /></a><p class="wp-caption-text">Die rote Frau verkauft köstliche Tierhaxn</p></div>
<div id="attachment_801" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/leutebesenverkaeufer01.jpg"><img class="size-full wp-image-801" title="leutebesenverkaeufer01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/leutebesenverkaeufer01.jpg" alt="Es gab zwar nirgends Mistkübel, die Stadt war aber ungemein sauber, dank der Besenverkäuferinnen" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Es gab zwar nirgends Mistkübel, die Stadt war aber ungemein sauber, dank der Besenverkäuferinnen</p></div>
<div id="attachment_804" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/registan02gross.jpg"><img class="size-full wp-image-804" title="registan02gross" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/registan02gross.jpg" alt="Der Registan mit Einheimischen in Trachtmantel" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Der Registan mit Einheimischen in Trachtmantel</p></div>
<div id="attachment_799" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/ichmotivsuche01.jpg"><img class="size-full wp-image-799" title="ichmotivsuche01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/ichmotivsuche01.jpg" alt="Auf Motivsuche in einer Medresse" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Auf Motivsuche in einer Medresse</p></div>
<div id="attachment_816" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/kindgrabstein01.jpg"><img class="size-full wp-image-816" title="kindgrabstein01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/kindgrabstein01.jpg" alt="Kind-Grabstein bei Afrosiob" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Kind-Grabstein bei Afrosiob</p></div>
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		<title>Ankunft in Usbekistan - die Hauptstadt Taschkent</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 14:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Dunkeln kamen wir in der Haupstadt Taschkent der zentralasiatischen Republik Usbekistan mit dem Flugzeug an. Da am Flughafen weder ein Bankomat noch eine Geldwechselstube auszumachen war, mussten wir Wohl oder Uebel die saftigen Fahrtkosten mit US-Dollar bezahlen. Unser Aufenthalt in Taschkent sollte ja sehr kurz gehalten werden, da wir einen Tag spaeter schon ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Dunkeln kamen wir in der Haupstadt Taschkent der zentralasiatischen Republik Usbekistan mit dem Flugzeug an. Da am Flughafen weder ein Bankomat noch eine Geldwechselstube auszumachen war, mussten wir Wohl oder Uebel die saftigen Fahrtkosten mit US-Dollar bezahlen. Unser Aufenthalt in Taschkent sollte ja sehr kurz gehalten werden, da wir einen Tag spaeter schon ins sagenumwobenen Samarkand aufbrechen wollten.</p>
<div id="attachment_758" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/tasckjoerg.jpg"><img class="size-full wp-image-758" title="tasckjoerg" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/tasckjoerg.jpg" alt="Ankunft in Taschkent" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ankunft in Taschkent</p></div>
<p>Am Bahnhofsvorplatz, wo uns der Taxler aus seinem altertuemlichen Lada aussteigen liess, erkannten wir gleich die ersten Veraenderungen zur vorher bereisten Arabischen Welt. Hier darf gesoffen werden und dies anscheinend nicht zu knapp. Als ein Verkaufsschlager aus Soviet-Zeiten, ist hier der Vodka nach wie vor ein sehr beliebtes Getraenk geblieben und auch die Biere werden grosszuegigerweise in Ein-Liter-Gebinden unter die durstige Bevoelkerung verteilt. So torkeln auch einige Maenner, von ihren Zechkamaraden gestuetzt, ueber den riesigen Platz, der in der Mitte ein monomentales proletarisches Denkmal zum Ludeln bereithaelt. Auch die Gesichter sind andere. Nun dominieren rundere Gesichter mit feineren Zuegen und laenglich geschlitzten Augenlidern. Die Farbe schwarz scheint hier die absolute Modefarbe der Herren zu sein, die meist eine viel zu grosse Lederjacke mit breiten Schulterpoelstern tragen. Dazu wird am Kopf ein so genannter dopy getragen, eine, eher am Hinterkopf getragenen, vierseitige Kappe mit eingestickten Verzierungen, die die Maenner ein wenig groesser wirken laesst (Silhouette-Maximierung, wie Joerg gerne sagt). Die Frauen bekleiden sich, nach unserem ersten Eindruck, haeufig mit bunt bestickten langen Kleidern und tragen ihr schwarzes Haar zu Zoepfen gebunden oder als sogenannten Pferdeschwanz. Das auffaellige Leuchten in ihrem Mund ruehrt von der gaenzlich vergoldeten vorderen Zahnfront her. Bei diesem guelden Schein kann unser BlendaMed-Lachen wohl nicht mithalten.</p>
<p>Da wir im Hotel am Bahnhof wegen Ueberfuellung abgelehnt wurden, nahmen wir uns den Taxler Hassan und wollten erst einmal Geldwechseln. Was einfach klingt, war eine laengere Odysee im Kleinstwagen der Firma Daewoo. Geldautomaten scheint es in den Strassen von Taschkent nicht zu geben, also fuhren wir in eines der 5-Sterne Hotels. Dort gab es zwar einen, allerdings wollte der keine So&#8217;m (die nationale Waehrung) herausruecken. So zum naechsten Bankomaten, dieser war freundlicher und haendigte uns aber nur US-Dollar aus. Diese kann man auf jeden Fall wechseln und unser Taxifahrer Hassan wusste auch wo! Naemlich in einer der dunkelsten Seitengassen von einem noch dunkleren Spiessgesellen, der schaebig laechelnd gleich einmal mehrere Buendel von Geldscheinen mit einem ungefaehren Gesamtgewicht von zwei Kilogramm an uns aushaendigte. Das mussten wir aber dann doch ablehnen, weil erstens das Zaehlen der Scheine schon Tage gedauert haette und wir zweitens nicht einmal wussten, wie die Banknoten hier eigentlich ausschauen (mit Monopoly-Geld kann man halt nur die Kaerntnerstrasse kaufen, aber nichts zu Essen).</p>
<div id="attachment_759" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/slidetaschkent02.jpg"><img class="size-full wp-image-759" title="slidetaschkent02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/slidetaschkent02.jpg" alt="Die offiziellen Banknoten in Usbekistan" width="500" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">Die offiziellen Banknoten in Usbekistan</p></div>
<p>So fuhren wir zum naechsten 5-Sterne Hotel, wo Hassan gleich einen Pagen auf uns ansetzte, der uns erklaeren sollte, dass das Schwarzwechseln hier die normalste Sache der zentralasiatischen Welt sei und wir uns nicht in die Hose machen sollten. Da wir aber zu uncool sind an unserem ersten Tag in Usbekistan, konnten wir schlussendlich doch im Hotel wechseln. Zu einem schlechteren Kurs als beim Taxler Hassan, aber voll vertrauen in die Echtheit der Geldscheine. Und von diesen bekamen wir nicht wenige. Ein Euro entspricht etwa 1.800 So&#8217;m und so verliess Joerg, waehrend ich im Taxi mit Hassan eine Tschick rauchte, mit drei fetten Geldbuendeln das 5-Sterne Hotel.</p>
<div id="attachment_760" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/taschkjoergundgeld.jpg"><img class="size-full wp-image-760" title="taschkjoergundgeld" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/taschkjoergundgeld.jpg" alt="Man beachte unter anderem die Geldbuendel im Vordergund" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Man beachte unter anderem die Geldbuendel im Vordergund</p></div>
<p>Die Hotelsuche erwies sich ebenso schwierig wie die Geldsuche. Hassan, der anscheinend nicht zu den hellsten Koepfen des Landes zaehlt, brachte uns zu mehreren teuren Absteigen seiner Wahl (wurden von uns, immer grantiger werdend, abgelehnt), fragte staendig nach dem Weg, telefonierte hektisch von geborgten Telefonen aus, bis er uns endlich kurz vor 12 Uhr in das von uns gewuenschte Quartier brachte.</p>
<p>Bevor wir muede entschlummerten, fiel uns noch eine Besonderheit auf. Das Klopapier ist nicht wie unseres, es aehnelt eher Krepppapier und schmeichelt dem Hintern ganz und gar nicht.</p>
<p>Morgen gehts auf nach Samarkand, die Stadt aus Tausendundeiner Nacht. Wir freuen uns und ihr werdet davon lesen - soweit ueberhaupt noch wer den Blog liest?!</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.reisekreise.net/?page_id=41&lat=41.3108238809&amp;lng=69.3017578125&amp;openPostId=755"><img src="http://www.reisekreise.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
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		<title>Istanbul in aller Kuerze</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 18:55:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor wir zu weiteren Abenteuern in entlegene Winkel der Erdkugel aufbrechen wollen, statteten wir der halbeuropaeischen, halbasiatischen Stadt Istanbul einen kurzen Besuch ab. Es war wieder einmal fein westlicher gekleidete Frauen und Maenner zu sehen und so nahe wie moeglich an good old Europe zu sein.
Ist man zum ersten Mal in Istanbul, so schaut man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor wir zu weiteren Abenteuern in entlegene Winkel der Erdkugel aufbrechen wollen, statteten wir der halbeuropaeischen, halbasiatischen Stadt Istanbul einen kurzen Besuch ab. Es war wieder einmal fein westlicher gekleidete Frauen und Maenner zu sehen und so nahe wie moeglich an good old Europe zu sein.</p>
<div id="attachment_744" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbulgesamt01.jpg"><img class="size-full wp-image-744" title="istanbulgesamt01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbulgesamt01.jpg" alt="Die Bosporus-Bruecke verbindet Asien mit Europa" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Die Bosporus-Bruecke verbindet Asien mit Europa</p></div>
<div id="attachment_745" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbfischer01.jpg"><img class="size-full wp-image-745" title="istanbfischer01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbfischer01.jpg" alt="Fischen auf der Bruecke" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Fischen auf der Bruecke</p></div>
<div id="attachment_750" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbleute02.jpg"><img class="size-full wp-image-750" title="istanbleute02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbleute02.jpg" alt="Menschen im Park" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Menschen im Park</p></div>
<p>Ist man zum ersten Mal in Istanbul, so schaut man sich natürlich die großen drei Bauwerke der Stadt an – den Topkapi Palast, die Hagia Sofia und die Blaue Moschee. So auch wir bzw. teilweise nur ich, da Jörg ja vor Jahren schon mal hier war und sich sehenswürdigkeitentechnisch ein wenig zurücknahm. Zuerst stand ein Besuch im Topkapi-Palast an. Ein riesiges Areal im europäischen Teil der Metropole, welches von den herrschenden Sultanen als Wohn- und Regierungssitz genutzt wurde. Dementsprechend feudal und verschwenderisch ausgeschmückt sind die Gebäude. Beeindruckend war, schon allein vom Verwendungszweck her, der Harem. Der Zugang über einen eher unscheinbaren Eingang, öffnet sich zu den Bereichen für die Palasteunuchen. Diese entmannten Diener waren seltsamerweise das „Verbindungsglied“ zur Außenwelt für die Vielzahl an Gemahlinnen des Sultans.<br />
Die Vielzahl an Palästen, Gartenanlagen und vergoldeten Kuppeln war aber nichts gegen die über die Jahrhunderte zusammengetragenen Schätze und Reliquien. Mit riesigen Diamanten, Rubine und Türkise ausgeschmückte Halsketten, Throne aus Ebenholz mit Elfenbeineinlagen, riesige Karaffen aus ausgehöhlten Bergkristallen, noch mehr Throne aus purem Gold mit Edelsteinen versetzt, Dolche, Schwerter und alles andere, was einer Schatzkammer der mächtigsten Herrscher der damaligen Welt würdig ist.</p>
<div id="attachment_743" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbtopkapi05.jpg"><img class="size-full wp-image-743" title="istanbtopkapi05" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbtopkapi05.jpg" alt="Gebaeude im Inneren des Topkapi Palastes" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Gebaeude im Inneren des Topkapi Palastes</p></div>
<div id="attachment_746" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbtopkapi03.jpg"><img class="size-full wp-image-746" title="istanbtopkapi03" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbtopkapi03.jpg" alt="Empfangsraum mit Thronbett" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Empfangsraum mit Thronbett</p></div>
<div id="attachment_770" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbtopkapi01.jpg"><img class="size-full wp-image-770" title="istanbtopkapi01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbtopkapi01.jpg" alt="Tor zum Empfangsraum des Sultans" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Tor zum Empfangsraum des Sultans</p></div>
<p>Aber die wahren Kostbarkeiten befinden sich in anderen Räumlichkeiten – Reliquien der verehrten Propheten des Islam. Hinter Glasscheiben und mit gebührendem Abstand kann man dort Alltagsgegenstände und Körperreste bewundern. Die Schüssel von Abraham steht neben den Resten des abgeschlagenen Schädels von Johannes dem Täufer; der hölzerne Stock von Moses, mit dem er das Rote Meer vor den heranpreschenden Pharaonenheer teilte und wieder hinter sich schloss; ein steinerner Fußabdruck von Mohamed (p.b.u.h.) in kleinen Glasröhrchen eingeschweißte Barthaare des Siegel der Propheten (p.b.u.h.); ausgewechselte Schlösser der Eingangstüre zur Kaaba in Mekka und deren vergoldeten Dachrinnen. Ein Sammelsurium von mit göttlicher Energie aufgeladener Teile und über all dem schwebt ständig das gesungene Wort Gottes aus dem Koran. Geht man ein Zimmer weiter, sitzt dort ein beturbanter Mann, der den ganzen Tag aus dem Koran rezitiert und sein Gesang wird in jedem Raum der Heiligkeitenkammer übertragen und lässt die vom Propheten Mohamed erhaltenen Verse Allahs über die Besucher regnen.</p>
<p>Die Hagia Sophia war im Oströmischen Reich die Hauptkirche in Konstantinopel. Eine gewaltige Kuppel schließt den mächtigen Innenraum nach oben ab und in dieser byzantinischen Epoche war die Kirche ausgeschmückt mit einer Vielzahl an Mosaiken aus kleinsten goldenen und farbigen Teilchen. Nach der Eroberung Konstantinopels durch islamische Heerscharen wurden die Menschen darstellenden Mosaike abgeschlagen, die Kirche in eine Moschee umgewandelt und Minarette hinzugefügt. Im heutigen Istanbul ist die Hagia Sophia nun ein Museum und eine bedeutende Touristenattraktion.</p>
<div id="attachment_741" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbhagia01.jpg"><img class="size-full wp-image-741" title="istanbhagia01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbhagia01.jpg" alt="Hagi Sofia" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Hagia Sophia</p></div>
<div id="attachment_747" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbhagiainnen02.jpg"><img class="size-full wp-image-747" title="istanbhagiainnen02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbhagiainnen02.jpg" alt="Innenansicht der Hagia Sofia" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Innenansicht der Hagia Sophia</p></div>
<div id="attachment_768" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbhagiajoerg01.jpg"><img class="size-full wp-image-768" title="istanbhagiajoerg01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbhagiajoerg01.jpg" alt="Joerg besinnlich" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Joerg besinnlich</p></div>
<div id="attachment_769" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbhagiainnen03.jpg"><img class="size-full wp-image-769" title="istanbhagiainnen03" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbhagiainnen03.jpg" alt="Jesus Christ!!" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Jesus Christ!!</p></div>
<p>Gleich gegenüber, durch eine Parkanlage getrennt, steht die so genannte Blaue Moschee mit ihren dünnen Minaretten. Die man unbeschuht auch Innen besichtigen kann. Gleich daneben befindet sich eine kleinere Moschee, die sich mit der Blauen gerne eine Muezzinbattle liefert (<a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/muezzinbattle01.wmv" target="_blank">siehe hier</a>).</p>
<div id="attachment_742" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/blauemoschee01.jpg"><img class="size-full wp-image-742" title="blauemoschee01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/blauemoschee01.jpg" alt="Die fruehlingshafte blaue Moschee " width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die fruehlingshafte blaue Moschee </p></div>
<div id="attachment_751" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbmoscheeinnen01.jpg"><img class="size-full wp-image-751" title="istanbmoscheeinnen01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbmoscheeinnen01.jpg" alt="Die Blaue Moschee mit Lichterspiel" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Die Blaue Moschee mit Lichterspiel</p></div>
<p>Doch was wäre eine Mega-Metropole wie Istanbul ohne ihr Nachtleben? So machten wir uns auf in den Bezirk Beyoglu. Die Fortgehmeile erreicht man über die, Tünel genannte, Schrägaufzugstram. Oben gossen wir uns ein paar Efes Biere zum Aufwärmen hinter die Kiemen (es war schon sehr kalt im windigen Istanbul) und versuchten die Vielzahl an Clubs auszuchecken. Beim Versuch blieb es allerdings. Wir hatten uns zwar extra neue weiße Schuhe gekauft, da wir mit unseren abgetragenen Sandalen, so dachten wir, sicher nicht in einen hippen Club hineinkommen würden. Neue Schuhe schön und gut, aber rein kommt man fast überall nur mit weiblicher Begleitung, am besten als Pärchen. Als zwei einsame Reisende hatten wir also keine Chance auf ein wenig Tanzmusik und unsere neuen Schuhe blieben weiß wie der Turban Sultan Mehmet II. .</p>
<div id="attachment_749" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbgraffiti011.jpg"><img class="size-full wp-image-749" title="istanbgraffiti011" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/istanbgraffiti011.jpg" alt="Graffiti in der Innenstadt" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Graffiti in der Innenstadt</p></div>
<p>Nicht desto trotz geht die Reise weiter und wir flogen am Montag nach …</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.reisekreise.net/?page_id=41&lat=41.0089207350&amp;lng=28.9764404296&amp;openPostId=737"><img src="http://www.reisekreise.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
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		<title>Der Frühling im bizzaren Kappadokien</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 22:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Welch eine Überraschung - von Syrien kommend in die Türkei einzureisen, war wirklich ein kleines Heimkommen nach Europa. Mit dem Bus aus Aleppo fuhren wir ohne nenneswerte Schwierigkeiten bis nach Antakya an der türkischen Mittelmeerküste.  Es war ruhig und beschaulich dort, keine schreienden Habibis, keine allzu verschleierten Frauen und die zu tausenden neben dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welch eine Überraschung - von Syrien kommend in die Türkei einzureisen, war wirklich ein kleines Heimkommen nach Europa. Mit dem Bus aus Aleppo fuhren wir ohne nenneswerte Schwierigkeiten bis nach Antakya an der türkischen Mittelmeerküste.  Es war ruhig und beschaulich dort, keine schreienden Habibis, keine allzu verschleierten Frauen und die zu tausenden neben dem Straßenrand liegenden blauen Plastiksackeln sowie deren großen Brüder, die Pet-Flaschen, waren auch aus der Landschaft verschwunden. In der warmen Frühlingssonne von Antakya nahmen wir gleich unser erstes köstliches Kebab entgegen und anschließend zu uns. Wir fuhren durch die ebenfalls durch kulinarischen Genüsse bekannten Orte Iskander (-Kebab) und Adana(-Kebab), bis wir knapp vor unserem Ziel in Nevsehir aus dem Minibus raus mussten, um ein Taxi zu unserem Bestimmungsort Göreme in Kappadokien zu nehmen. Die Fahrt war geprägt von weiten Ebenen, die nun grün zu sprießen anfingen, weiten mit Plastikplanen abgedeckten Obstplantagen und herrlich weiß verschneiten Bergen. Nach den vielen Wüstengebieten endlich wieder saftige Wiesen. Hier möchte man gerne ein weidenes Rindvieh oder besser ein Schaf sein, um die Köstlichkeiten der aufkeimenden Natur richtig auskosten zu können. Also Türkei rein in die EU!</p>
<div id="attachment_711" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/berdeschnee01.jpg"><img class="size-full wp-image-711" title="berdeschnee01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/berdeschnee01.jpg" alt="Die schneebedeckten Bergen der Südost-Türkei" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die schneebedeckten Berge der Südost-Türkei</p></div>
<div id="attachment_712" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/fruehling01.jpg"><img class="size-full wp-image-712" title="fruehling01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/fruehling01.jpg" alt="Endlich ein spürbarer Frühling" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Endlich ein spürbarer Frühling</p></div>
<p>Sehr erfreulich war während der Busfahrt auch die Wertschätzung meines Spitznamens. Von Zahnpasta bis Hustenzuckerln wird er beworben und gepriesen.</p>
<div id="attachment_723" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/nanezuckerl01.jpg"><img class="size-full wp-image-723" title="nanezuckerl01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/nanezuckerl01.jpg" alt="Die Lobpreisung meines Namens" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Die Lobpreisung meines Namens</p></div>
<p>Die Fahrt nach Kappadokien war an sich auf unserer Reiseroute nicht eingeplant. War eine Spontanentscheidung. Wir wollten nicht länger in Israel bleiben und uns Damaskus in Syrien anschauen. So bot es sich an, gleich durch die Türkei nach Istanbul zu fahren, von wo aus unsere Reise weiter gehen soll. Auf halben Weg zwischen Syrien und der ehemaligen Stadt Konstantinopel liegt die bizzare Vulkanlandschaft Kappadokien, die auf jeden Fall einen Besuch Wert ist. Im Land der schönen Pferde, gibt es zwar nicht mehr viele Pferde, dafür aber erigierte Tuffskulputeren in denen man schlafen kann und ein wunderschönes Wandergebiet.</p>
<div id="attachment_714" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/gesantsicht03.jpg"><img class="size-full wp-image-714" title="gesantsicht03" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/gesantsicht03.jpg" alt="Blick übers Land" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Blick übers Land</p></div>
<p>Natürlich wollten wir in Göreme auch authentisch wohnen, das heisst in einer der von Wasser und Wind geformten Steinskulpturen. An sich kein Problem, wir bekamen auch eine solche im namhaften Hotel &#8220;Flintstone&#8221;. Was wir in der Euphorie nicht bedachten, war, dass es in der Nacht zu dieser Jahreszeit noch sehr kalt ist und eine Höhle auch nicht unbedingt der wärmste Platz ist. So schliefen wir in unseren kälteerprobten Schlafsäcken in einem noblen hölzernen Doppelbett und hofften auf den morgigen Sonnenaufgang und wärme Zeiten. Sobald die Sonne ihr Antlitz zeigt, wird es wirklich angenehm warm. Wir wechselten aber doch unser Zimmer. Wir blieben im Flintstone, da der Hotelleiter Mehmed ein wirklich sehr angenehmer Zeitgenosse ist, der sich sehr interessiert über unsere Reiseerlebnisse, Fotos (vor allem die der schönen Äthiopierinnen) und Videos (die Graswurzel fressenden Gelada-Baboons hatten es ihm angetan) zeigte. So zogen wir gleich in sein Zimmer und teilten uns die beheizte Behausung zu dritt. Auch wurden wir von Mehmed am letzten Tag zum Abendessen eingeladen. Zu feieren gab es die Volkswahl eines seiner Freunde zu einem Art Standesbeamten in einem Grätzel von Göreme. Dieser Kandidat der AKP ist jetzt zuständig für Geburts- und Sterbefälle und die Ansprechperson für Sorgen seiner Grätzelgemeinschaft, also so ein Art kleiner Bürgermeister. Gefeiert wurde mit den wohl bestgegrilltesten Hühnerteilen, die ich jemals zwischen meine Zähne schieben durfte. Ausgezeichnet gewürzt, saftig und richtig durchgebraten zu gleich.</p>
<p>Doch nicht nur die Menschen waren nett zu uns, auch die Tierwelt nahm sich unser an. So fanden wir einen neuen Freund im Straßenköter Balu oder Ketchup (die Souvenierstandler nannten ihn so). Dieser zweifach benannten Hund wurde durch ein Keks angelockt und wich uns während des Besuches der frühchristlichen Höhlenkirchen nicht mehr von der Seite. Dies ging so weit, dass er uns zu Kirchen begleitete, die nur über eine steile Stahltreppe zu erreichen waren. Rauf ging gerade noch, runter nicht mehr. So mussten wir ihm aus dieser misslichen Lage retten, da er auch herzzerreisend winselte (siehe <a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/balutragen01.wmv" target="_blank">hier</a>).</p>
<div id="attachment_726" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/balu01.jpg"><img class="size-full wp-image-726" title="balu01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/balu01.jpg" alt="Unser Begleiter Balu" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Unser Begleiter Balu</p></div>
<p>Diese von Balu miterkundeten Kirchen stammen aus der frühzeit des Christentums und wurden teilweise in der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends unserer Zeitrechnung errichtet. Es befand sich hier auch ein Bischofssitz und die ein wenig seltsam anmutende Lehre der Dreifaltigkeit von &#8220;Gott&#8221; Vater, &#8220;Gott&#8221; Sohn und &#8220;Gott&#8221; Heiliger Geist wurde hier von wichtigen Heiligen der Kirche mitentwickelt.</p>
<div id="attachment_734" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/klosterinstein01.jpg"><img class="size-full wp-image-734" title="klosterinstein01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/klosterinstein01.jpg" alt="Die herausgeschlagenen Kirchen in Göreme" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die herausgeschlagenen Kirchen in Göreme</p></div>
<div id="attachment_725" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/church01.jpg"><img class="size-full wp-image-725" title="church01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/church01.jpg" alt="Innenansicht der Höhlenkirchen" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Innenansicht der Höhlenkirchen</p></div>
<p>Für die Christen war Kappadokien ein gutes Rückzugsgebiet vor Verfolgungen und es wurden hier auch weitläufige Untergrundstädte für tausende Menschen aus dem weichen Tuffgestein geschlagen. Schmale Eingänge führen in ein Gewirr von Gängen, die gut gegen Eindringlinge verteidigt werden konnten und in größere Räume, in denen das Leben unentdeckt von den feindlichen Herrscharen nach christlichen Vorgaben ablaufen konnte. Aber beeindruckender als all die von Menschenhand gemachten Unterschlüpfe und Kirchen, waren die von Wasser und Wind modellierten bizzaren Felsskulpturen. Das Gebiet von Kappadokien war in der Frühzeit der Erdgeschichte geprägt von Vulkanausbrüchen. Es wurden riesige Mengen von Vulkanasche ausgeworfen, welche sich zu einem relativ dichten Tuffgestein verfestigte. Oberhalb dieser Tufflage lagerte sich beständigeres Basaltgestein ab, das die darunter liegenden Schichten vor der Auswaschung schütze und einen Wald von Steingemächten hinterliess. Die Erde zeigt sich hier teilweise von ihrer männlichen Seite.</p>
<div id="attachment_727" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/lovevalley03.jpg"><img class="size-full wp-image-727" title="lovevalley03" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/lovevalley03.jpg" alt="Im love valley" width="500" height="666" /></a><p class="wp-caption-text">Im love valley</p></div>
<div id="attachment_728" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/lovevalley05.jpg"><img class="size-full wp-image-728" title="lovevalley05" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/lovevalley05.jpg" alt="Wos is denn do los?" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Wos is denn do los?</p></div>
<div id="attachment_729" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/lovevalley02.jpg"><img class="size-full wp-image-729" title="lovevalley02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/lovevalley02.jpg" alt="Der Erschaffer der Welt ist auch nur ein Mann" width="500" height="666" /></a><p class="wp-caption-text">Der Erschaffer der Welt ist auch nur ein Mann</p></div>
<p>Nicht nur die Menschen sind überwältigt von den Naturschönheiten, auch die Tierwelt macht etwas aus dein vorherrschenden Eindrücken. So gesehen bei den weisen Schildkröten, die sich gerne zwischen den Felsformationen austoben ( <a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/schildkroetensex01.wmv" target="_blank">Video siehe hier</a>).</p>
<p>Doch nicht nur die Steinerektionen fesselten, auch die umliegende Landschaft lockte mit den runden ausgewaschenen Formen. Ein wahres Paradies zum Rumwandern und Schauen.</p>
<div id="attachment_713" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/gesantsicht01.jpg"><img class="size-full wp-image-713" title="gesantsicht01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/gesantsicht01.jpg" alt="Kappadokien und die herausgewaschenen Formen" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Kappadokien und die herausgewaschenen Formen</p></div>
<div id="attachment_731" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/ichamberg01.jpg"><img class="size-full wp-image-731" title="ichamberg01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/ichamberg01.jpg" alt="Runde Formen im Tuffgestein und ich daruf" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Runde Formen im Tuffgestein und ich daruf</p></div>
<div id="attachment_716" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/gesantsicht04.jpg"><img class="size-full wp-image-716" title="gesantsicht04" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/gesantsicht04.jpg" alt="Gelber Schwefel im Gestein" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Gelber Schwefel im Gestein</p></div>
<div id="attachment_732" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/gesteinskulpturenjoerg01.jpg"><img class="size-full wp-image-732" title="gesteinskulpturenjoerg01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/gesteinskulpturenjoerg01.jpg" alt="Jörg vor den Zuckerhütchen" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Jörg vor den Zuckerhütchen</p></div>
<div id="attachment_715" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/gesantsicht05.jpg"><img class="size-full wp-image-715" title="gesantsicht05" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/gesantsicht05.jpg" alt="Basaltköpfchen im Tuffmantel" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Basaltköpfchen im Tuffmantel</p></div>
<div id="attachment_733" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/gesteinsschichten02.jpg"><img class="size-full wp-image-733" title="gesteinsschichten02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/04/gesteinsschichten02.jpg" alt="Bunte Berge" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Bunte Berge</p></div>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.reisekreise.net/?page_id=41&lat=38.6528070477&amp;lng=34.8314666748&amp;openPostId=703"><img src="http://www.reisekreise.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
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		<title>Ein kurzer Trip durch Syrien</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 20:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>

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		<description><![CDATA[Syrien gehört laut Propaganda der USA zur Achse des Bösen. Zu unrecht. Abgesehen von den üblichen Vordrängeleien, dem arabisch typischen Herumgebrülle und einer gewissen Rüpelhaftigkeit, sind die Menschen in Syrien sogar sehr hilfsbereit. Es reicht nur ein wenig verdutzt den Stadtplan in Händen zu halten, um einen netten Passanten auf sich aufmerksam zu machen, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Syrien gehört laut Propaganda der USA zur Achse des Bösen. Zu unrecht. Abgesehen von den üblichen Vordrängeleien, dem arabisch typischen Herumgebrülle und einer gewissen Rüpelhaftigkeit, sind die Menschen in Syrien sogar sehr hilfsbereit. Es reicht nur ein wenig verdutzt den Stadtplan in Händen zu halten, um einen netten Passanten auf sich aufmerksam zu machen, der einem gerne die benötigte Auskunft gibt. Einzig und allein der Autoverkehr kann zu dieser Achse gerecht werden. Wie fast überall in Arabien und nicht nur dort, ist das Überqueren einer Fahrbahn ein lebensbedrohliches Unterfangen. Egal, ob man über einen Zebrastreifen geht oder nicht, sobald ein Hiesiger im Auto sitzt, ist es mit der Freundlichkeit vorbei. Bremsen gibt es nicht und ein Fußgänger ist nur ein weiteres Hindernis wie etwa ein leerer Pappkarton, den man ohne weiteres plattmachen kann. Zwar gibt es in größeren Städten meist Fußgeherbrücken, die sind aber so schmal bemessen, dass links und rechts die Menschen vor lauter Gedränge auf die darunter liegende Fahrbahn gestoßen werden. Sogar in den engen Gassen der Souqs, die schon zur Hälfte von den überquellenden Läden besetzt werden, fahren noch Minilaster durch. Diese bahnen sich hupend und quietschend durch die zähen Menschenmassen und nur unserer Schnelligkeit ist es zu verdanken, dass unsere Füße nicht aussehen wie türkisches Fladenbrot.</p>
<div id="attachment_680" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/manninkorb01.jpg"><img class="size-full wp-image-680" title="manninkorb01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/manninkorb01.jpg" alt="Mann fluechtet sich vor dem Verkehr in ein Stahlgestell" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Mann fluechtet sich vor dem Verkehr in ein Stahlgestell</p></div>
<p>Wir kamen also in der hupenden Stadt Damaskus an und besorgten uns erstmals ein Zimmer. Ein Zimmer für eine Person allerdings, da alle Hotels in unserer Preisklasse ausgebucht waren. So wurde in dieses 2&#215;3 m messende Zimmer noch eine Matratze am Fußboden ausgerollt, auf der ich mich dann, ein wenig frierend, betten konnte. Es regnete und die Temperatur kühlte merklich ab, wie unsere Reiselust auf die Arabische Halbinsel. So beschlossen wir, unsere Reise hier abzukürzen und schneller als geplant in die Türkei zu reisen. Einige Plätze wollten wir uns aber auf jeden Fall in dieser Weltgegend noch anschauen.</p>
<p>Am nächsten Tag also ab in ein neues Quartier und rein in die Altstadt von Damaskus. Beherrscht wird dieser Teil der Stadt vom verwinkelten Souq, mit seiner Vielzahl an kleinen Läden und der großen Umayyad-Moschee. Nach der Basar-Erfahrung in Cairo, wo man ständig in irgendein Geschäft zwecks „Looking is free – Why not! Spent your money here“ gezerrt werden wollte, war es hier eine ruhige Insel. Noch dazu können wir, schon auf Grund des begrenzten Platzangebots unserer Rucksäcke, nichts kaufen und so konnten wir uns ganz dem Herumschlendern und Schauen widmen. Die wirklichen Inseln der Ruhe sind aber immer wieder die Moscheen und ihre Höfe. So führte unser Weg direkt zur Umayyad-Moschee, welche vor 705 n.Chr. noch eine byzantinische Kathedrale gewesen war. Dies ist an der Außenfassade des großen Gebetsraumes noch gut erkennbar. Mit den ausgezogenen Schuhen in der Hand wurde das fröhliche Herumtollen der Kleinsten auf den glatt polierten Marmorboden und der gestrenge Blick der Gläubigen, nachdem sie drei von fünf Gebete abgeleistet hatten, beobachtet. Einige in den vorgeschriebenen grauen Tunikas mit Kapuze bekleideten Touristinnen, liefen herum wie aufgescheuchte Mäuse und fotografierten die dünnen Minarette gegen den blauen Himmel sowie die in goldenen Steinchen eingefassten grünen Bananenstauden der wunderschönen Mosaike im Innenhof der großen Moschee.</p>
<div id="attachment_673" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/suoqansicht01.jpg"><img class="size-full wp-image-673" title="suoqansicht01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/suoqansicht01.jpg" alt="Der ueberdachte Souq im Inneren" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Der ueberdachte Souq im Inneren</p></div>
<div id="attachment_674" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheeansicht01.jpg"><img class="size-full wp-image-674" title="moscheeansicht01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheeansicht01.jpg" alt="Die Umayyad-Moschee" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Die Umayyad-Moschee</p></div>
<div id="attachment_675" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheeinnen01.jpg"><img class="size-full wp-image-675" title="moscheeinnen01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheeinnen01.jpg" alt="Die underbaren Mosaike" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die underbaren Mosaike</p></div>
<div id="attachment_676" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheemenschen02.jpg"><img class="size-full wp-image-676" title="moscheemenschen02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheemenschen02.jpg" alt="Menschen der Moschee" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Menschen der Moschee</p></div>
<div id="attachment_677" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheemenschen03.jpg"><img class="size-full wp-image-677" title="moscheemenschen03" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheemenschen03.jpg" alt="Wo jetzt?" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Wo jetzt?</p></div>
<div id="attachment_678" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheeinnen02.jpg"><img class="size-full wp-image-678" title="moscheeinnen02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheeinnen02.jpg" alt="Die Moschee als umgebaute Kathedrale" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Moschee als umgebaute Kathedrale</p></div>
<div id="attachment_679" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheeundjoerg01.jpg"><img class="size-full wp-image-679" title="moscheeundjoerg01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheeundjoerg01.jpg" alt="Jo, holt jo!" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Jo, holt jo!</p></div>
<div id="attachment_694" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheeinnen031.jpg"><img class="size-full wp-image-694" title="moscheeinnen031" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheeinnen031.jpg" alt="Der Gebetssaal" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Der Gebetssaal</p></div>
<p>Gleich anschließend im Norden dieser befindet sich, umgeben von einem kleinen Garten, das Mausoleum des wohl größten Helden der arabischen Geschichte, von Saladin.</p>
<div id="attachment_682" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/saladingrab01.jpg"><img class="size-full wp-image-682" title="saladingrab01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/saladingrab01.jpg" alt="Das Grab des Saladin" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Das Grab des Saladin</p></div>
<div id="attachment_691" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/saladin01.jpg"><img class="size-full wp-image-691" title="saladin01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/saladin01.jpg" alt="und hier sein Monument" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">und hier sein Monument</p></div>
<p>Damaskus war auch eine der wichtigsten Städte auf der in Peking beginnenden Seidenstraße. Noch einen Umschlagsplatz für Waren aus dem Fernen Osten stellte die zerstörte Stadt Palmyra da. Diese von den Assyriern gegründete Stadt durchlief mehrere Besetzungen durch fremde Völker wie den Griechen und den Römer, wurde von einer muslimischen Armee Mitte des ersten Jahrtausends wieder rückerobert und nach einem Erdbeben in der heutigen Form belassen – nämlich mehr oder weniger als Trümmerhaufen. Die Wege der Seidenstraße waren für den Welthandel nicht mehr wichtig und die neu gegründete Stadt setzt jetzt mehr auf Dattelanbau und Tourismus. Eindrucksvoll ist der Ausblick vom Qala´at ibn Maan, eine Burg auf einem Hügel vor der zerstörten Stadt. Hier sieht man die ehemals riesigen Ausmaße dieser Handelsmetropole und im Dunst der Weite ist fast der Irak auszumachen, der sich östlich an Syrien anschmiegt. Einzigartig sind auch die als Tuerme gebauten Grabstaetten ausserhalb der ehemaligen Stadt. Reiche Familien haben ihre gesamte Sippschaft in Tuermen beisetzen lasssen. So draengten sichbis zu 300 Tote in den engen Nischen eines solchen Turms. Diese so genannten Koenigstuerme urden teilweise wieder aufgebaut, jedoch ohne die ehemaligen Insassen.</p>
<div id="attachment_683" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyravonoben01.jpg"><img class="size-full wp-image-683" title="palmyravonoben01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyravonoben01.jpg" alt="Die zerstoerte Stadt Palmyra von der Burg aus gesehen" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die zerstoerte Stadt Palmyra von der Burg aus gesehen</p></div>
<div id="attachment_684" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyraruine01.jpg"><img class="size-full wp-image-684" title="palmyraruine01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyraruine01.jpg" alt="Ruinen in Palmyra" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ruinen in Palmyra</p></div>
<div id="attachment_685" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyrajunge01.jpg"><img class="size-full wp-image-685" title="palmyrajunge01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyrajunge01.jpg" alt="Ein junger Souvenir-Verkaeufer" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ein junger Souvenir-Verkaeufer</p></div>
<div id="attachment_686" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyraburgansicht01.jpg"><img class="size-full wp-image-686" title="palmyraburgansicht01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyraburgansicht01.jpg" alt="Im Hintergrund die Festung" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Im Hintergrund die Festung</p></div>
<div id="attachment_688" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyrakoenigich01.jpg"><img class="size-full wp-image-688" title="palmyrakoenigich01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyrakoenigich01.jpg" alt="Die Grabtuerme der reichen Familien" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Grabtuerme der reichen Familien</p></div>
<div id="attachment_692" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyraruine02.jpg"><img class="size-full wp-image-692" title="palmyraruine02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyraruine02.jpg" alt="Es steht doch noch was!" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Es steht doch noch was!</p></div>
<p>Nach einigen Tellern Hummus, Foul und Falafel machten wir uns auf nach Aleppo nahe der türkischen Grenze. Aleppo ist wie die meisten Staedte in dieser Gegend eine der aeltesten beohnten Staedte der Erde. Die Zivilisation soll hier ihren Ursprung haben !? Beim Durchqueren der Landschaft sieht man nur wenige kleinere Siedlungen, die meisten SyrierInnen scheinen in den Großstädten zu leben. Der Rest ist geprägt von hügeliger Wüste, die von silbrig glänzenden Olivenhainen, Föhrenforsten und kleinen länglichen Feldern unterbrochen wird. Ein Mosaik von goldfarbenen Sand und grüner Vegetation wie zuvor in Damaskus an den Fassaden der Umayyaden-Moschee gesehen.</p>
<div id="attachment_689" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/haeusefassade01.jpg"><img class="size-full wp-image-689" title="haeusefassade01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/haeusefassade01.jpg" alt="Haeuserfassade in Aleppo" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Haeuserfassade in Aleppo</p></div>
<p>Von Aleppo geht es morgen weiter in die Türkei und wir kehren der arabischen Halbinsel, ein wenig taub vom Gehupe der Autos und den lautstarken Rufen der Muezzine, unsere Hinteransicht zu, insch´allah.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.reisekreise.net/?page_id=41&lat=34.55&amp;lng=38.2833333&amp;openPostId=671"><img src="http://www.reisekreise.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
<p>Noch ein paar Büldalen:</p>
<div id="attachment_690" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheeundich01.jpg"><img class="size-full wp-image-690" title="moscheeundich01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheeundich01.jpg" alt="Ich in der Moschee von Damaskus" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ich in der Moschee von Damaskus</p></div>
<div id="attachment_693" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheemenschen01.jpg"><img class="size-full wp-image-693" title="moscheemenschen01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moscheemenschen01.jpg" alt="Menschen nach dem Gebet" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Menschen nach dem Gebet</p></div>
<div id="attachment_695" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyrakoenigsgraeberoben01.jpg"><img class="size-full wp-image-695" title="palmyrakoenigsgraeberoben01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyrakoenigsgraeberoben01.jpg" alt="Die Koenigsgraeber von oben" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Koenigsgraeber von oben</p></div>
<div id="attachment_696" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyraundich01.jpg"><img class="size-full wp-image-696" title="palmyraundich01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/palmyraundich01.jpg" alt="Ich auf der Burg" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ich auf der Burg</p></div>
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		<title>Die Fahrt nach Damaskus und das Zigarettenrauchen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 21:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der kalten steinigen Grotte in der Altstadt von Jerusalem, in der wir mehrere Nächte in Stockbetten zugebracht hatten, laut lonely planet wird es Hebron Hostel genannt, flohen wir am 23. März 2009. Der Geschäftsführer dieses Gemäuers, namens Sahid, ist der wohl kettenrauchenste Mensch der gesamten arabischen Halbinsel. Was ein wahrer Superlativ ist, da hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der kalten steinigen Grotte in der Altstadt von Jerusalem, in der wir mehrere Nächte in Stockbetten zugebracht hatten, laut lonely planet wird es Hebron Hostel genannt, flohen wir am 23. März 2009. Der Geschäftsführer dieses Gemäuers, namens Sahid, ist der wohl kettenrauchenste Mensch der gesamten arabischen Halbinsel. Was ein wahrer Superlativ ist, da hier unter den Männern das Zigarettenraucheinatmen öfter pro Minute passiert als das Luftholen. Dieser Mann des Nikotins machte einmal zwischen zwei Zügen, ohne den Qualm dabei wieder auszustoßen, eine sehr optimistische und hoffentlich bald richtige Prophezeiung. <em>„In the year 2010 we can go by train from Jerusalem to Istanbul, without any borders to cross“</em>, sagte er salbungsvoll. Natürlich folgte dem Satz noch ein lang gezogenes <em>“insch´allah”</em>. Derzeit allerdings undenkbar, es liegen noch immer zwei mit Israel verfeindete Staaten, Libanon und Syrien, dazwischen, die ihre Grenzen zum so genannten Gelobten Land hermetisch abgeriegelt haben und für Menschen mit israelischem Pass nicht zu bereisen sind. Noch dazu ist er Palästinenser, der seine Reisetätigkeiten mit den israelschen Sicherheitsbehörden abzustimmen hat. Aber optimistisch ist er, der Sahid aus dem Hebron Hostel und ich werde 2010  auf ihn am Vorplatz des Hauptbahnhofs in Istanbul warten.<br />
Derweilen herrschte in den Kalkstein gepflasterten Straßen von Jerusalem aber noch ein anderes Bild der Welt. Vor dem Österreicher Hospiz in der Via Dolorosa wurden von grimmig dreinschauenden Militärs die schäbigen Kartons mit Marienanhängern unter wüsten Beschimpfungen weggetreten und der am Boden sitzende Verkäufer mit drohenden Handbewegungen verscheucht. Am Damaskustor im arabischen Viertel patrouillierten junge SoldatInnen mit umgehängtem Gewehr und Schlagstock im Gürtel. Dem Alter entsprechend standen sie dort vergnügt tuschelnd und kichernd, eine kurzes verliebtes Händchenhalten und schon eine Zurechtweisung des Vorgesetzten. Das Soldatenmädchen stand wieder stramm und hielt statt der warmen Hand ihres Schwarms das Gewehr schussbereit und inspizierte grimmig dreinblickend die vorbeiziehenden Händler. Am Tempelberg tummelten sich nur Moslems, keine Juden und an der darunter liegenden Klagemauer schauten die Menschen jüdischen Glaubens verschreckt um sich, ob nicht doch ein Selbstmordattentäter die unzähligen Sicherheitschecks durchdrungen haben koennte. Ein Bettler meinte nach meiner Gabe von ein paar Schekeln <em>„May god kill your enemies!“</em>.<br />
Es ist mir schon klar, dass nicht nur der unterschiedlich ausgelegte Glaube an den einen Gott die Menschen entzweit, aber sinnlos ist es allemal. So sprang mir auch ein Vierzeiler des persischen Gelehrten und Dichters aus dem 11. Jahrhundert, Omar Khajjam (oder Chayyam) ins Auge, über den ich gerade lese:</p>
<p><em>Wenn in deines Herzen Tiefen nur die Saat der Liebe sprießt,<br />
Gleich ist´s, ob du in Moscheen oder Götzentempel kniest.<br />
Hast du in das Buch der Liebe deinen Namen eingeschrieben,<br />
Nicht mehr denkst du dann an Strafe oder an Belohnung drüben.</em></p>
<div id="attachment_657" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/tempelberg-alt01.jpg"><img class="size-full wp-image-657" title="tempelberg-alt01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/tempelberg-alt01.jpg" alt="Der Tempelberg, wie er zu Herodes Zeiten ausgesehen haben mag (Mininachbau im Israel Museum)" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Der Tempelberg, wie er zu Herodes Zeiten ausgesehen haben mag (Mininachbau im Israel Museum)</p></div>
<div id="attachment_658" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/tempelberg-neu01.jpg"><img class="size-full wp-image-658" title="tempelberg-neu01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/tempelberg-neu01.jpg" alt="Der Tempelberg heutzutage" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Der Tempelberg heutzutage</p></div>
<p>Ja, halt ja. So wurde es Zeit, um die Prophezeiung des rauchenden Sahids wenigstens für uns wahr zu machen. Es ist zwar nicht möglich die ganze Strecke von Jerusalem nach Istanbul mit der Eisenbahn zurückzulegen, aber warum nicht mit Autos und Bussen.<br />
Am späten Vormittag mit Falafel gefüllten Bäuchen bestiegen wir den Minibus Richtung King Hussein Bridge (Name in Jordanien) bzw. Allenby-Bridge (Name in Israel) und fuhren durch die von Israel besetzten Gebiete gegen Osten. Wie bei der Einreise, wechselte der Minibus-Fahrer kurz vor der Grenze und der zweite brachte uns zur Grenzkontrollstation. Dort wurde die Ausreisetaxe entrichtet und nur die Einreisekarte eingezogen, nicht der Pass bestempelt. Umgesteigen in einen neuen Bus, der uns bis zur jordanischen Grenzstation brachte. Von dort weiter mit einem Minibus in die jordanische Hauptstadt Amman. Es wurde nicht lange herumgefackelt und ein Taxi mit zwei anderen Jordaniern direkt nach Damaskus, Syrien gemietet.<br />
Unsere Aufregung stieg ein wenig, da es sich nun entscheiden würde, ob uns von syrischer Seite die Einreise in ihr Land gestattet wird oder wir unverrichteter Dinge von dannen ziehen muessen. Sehr oft hört und liest man, dass, wenn man in Israel war, keine Möglichkeit besteht nach Libanon, Sudan und Syrien zu fahren (siehe dazu auch diesen <a href="http://www.reisekreise.net/?p=567" target="_blank">Blog-Artikel</a>). Das Gepäck wird durchsucht und sobald irgendwelche Artikel mit hebräischen Buchstaben aufgedruckt gefunden werden, ist die Einreise ein unmögliches Unterfangen, meinten einige. So weit wollten wir uns nicht närrisch machen und harrten der Dinge, die da kommen mögen. Was kam war nicht viel. Wie immer dieselben Einreiseformalitäten. Pass herzeigen, Visaantrag stellen, Gebühr entrichten und Pass wieder an uns nehmen. Wir wurden nicht einmal gefragt, ob wir jemals in Israel waren, noch wurden unsere Paesse auf explizite Stempel durchsucht. Es wurde einzig und allein die Frage nach unserem Heimatland gestellt. Nach einem kurzem <em>&#8220;nemsa - austria&#8221;</em> war alles gesagt. Wie immer in der arabischen Welt ist nemsa = good und wir fuhren mit unserem Taxler über die Grenze in ein neues Land auf unserer Reisroute.<br />
Seltsam war nur unser Taxifahrer, der, während wir mit den Zollbehörden beschäftigt waren, seinen eigenen Geschäften nachging. Welche diese waren, erfuhren wir knapp nach der Grenze in Syrien. Mit voll aufgedrehtem Autoradio, die hier überall noch mit Audio-Kassetten bespielt werden, hielt er am Pannenstreifen bei zwei geparkten Autos an. Die vier dort wartenden Typen klaubten dann aus jedem erdenklichen Hohlraum des Kofferraums geschmuggelte Zigarettenstangen heraus. Ziemlich zufrieden grinsend holten sie dann wohl um die sechs Plastiksackerln voll mit Tschickstangen heraus. Mit lautem Knall wurde der Kofferraumdeckel des Taxis zugeschmissen, das Schmuggelgut wechselte das Auto und wir unseren Fahrer. Der schob gleich eine neue Audiokassette ins Deck, die wohl unerträglichste „Musik“ dieser Fahrt, steckte sich eine Zigarette an und raste mit Höchstgeschwindigkeit Richtung Damaskus.<br />
Hier sind wir nun und freuen uns auf ein neues Land im Nahen Osten.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.reisekreise.net/?page_id=41&lat=33.4131022137&amp;lng=36.2878417968&amp;openPostId=656"><img src="http://www.reisekreise.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
<div id="attachment_659" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/damaskus-strasse01.jpg"><img class="size-full wp-image-659" title="damaskus-strasse01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/damaskus-strasse01.jpg" alt="Die Strassen von Damaskus" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die Strassen von Damaskus</p></div>
<div id="attachment_660" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/syrientyp01.jpg"><img class="size-full wp-image-660" title="syrientyp01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/syrientyp01.jpg" alt="Syrier in Damaskus" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Syrier in Damaskus</p></div>
<p>Noch ein paar Bilder zu Jerusalem:</p>
<div id="attachment_662" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/strassenbild01.jpg"><img class="size-full wp-image-662" title="strassenbild01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/strassenbild01.jpg" alt="Strassenszene bei Damaskustor" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Strassenszene bei Damaskustor</p></div>
<div id="attachment_663" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/strassenbild02.jpg"><img class="size-full wp-image-663" title="strassenbild02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/strassenbild02.jpg" alt="Bewachung des Damaskus Tores" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Bewachung des Damaskus Tores</p></div>
<div id="attachment_664" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/davidtomb01.jpg"><img class="size-full wp-image-664" title="davidtomb01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/davidtomb01.jpg" alt="Das Grab Davids am Mount Zion" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Das Grab Davids am Mount Zion</p></div>
<div id="attachment_665" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/dornekronegross01.jpg"><img class="size-full wp-image-665" title="dornekronegross01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/dornekronegross01.jpg" alt="Die ueberdimensionale Dornenkrone Christi" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die ueberdimensionale Dornenkrone Christi</p></div>
<div id="attachment_666" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/shrineundich01.jpg"><img class="size-full wp-image-666" title="shrineundich01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/shrineundich01.jpg" alt="Ich vor dem Gebaeude des Shrine of Books (Die Schriftrollen der Essener)" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ich vor dem Gebaeude des Shrine of Books (Die Schriftrollen der Essener)</p></div>
<div id="attachment_667" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/waldmitblauenbaeumen01.jpg"><img class="size-full wp-image-667" title="waldmitblauenbaeumen01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/waldmitblauenbaeumen01.jpg" alt="Blaue Baeume in Jerusalem" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Blaue Baeume in Jerusalem</p></div>
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		<title>Die Festung Masada, das Tote Meer und die Freibadstimmung</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 20:09:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Gunti verließ uns in Tel Aviv und machte sich auf den Heimflug ins immer noch winterliche Oschttirol. So blieb uns nichts anderes übrig, die Reise wieder zu zweit fortzusetzen - was auch gut so ist. Von eben Tel Aviv aus fuhren wir mit dem Bus über Jerusalem nach Masada am Toten Meer. Jedesmal, wenn man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gunti verließ uns in Tel Aviv und machte sich auf den Heimflug ins immer noch winterliche Oschttirol. So blieb uns nichts anderes übrig, die Reise wieder zu zweit fortzusetzen - was auch gut so ist. Von eben Tel Aviv aus fuhren wir mit dem Bus über Jerusalem nach Masada am Toten Meer. Jedesmal, wenn man die Busstationen betreten will, wird man selbst und sein ganzes Gepäck am Eingang durchgecheckt. Entweder mit einem Scanner, wie auf den großen Flughäfen oder eben Rucksack auspacken und alles händisch durchsuchen lassen. Die Israelis und Palästinenser nehmen dies nach all den Jahren schon als Alltäglichkeit hin. Sie stellen sich ohne Murren in die lange Schlange vor den Torscannern, legen ihre metallischen Gegenstände in eine eigene Schale, packen ihr Gepäck in die größen Scanner und verlassen genau beäugt von den Uzi-Maschinenpistolen oder M16-Gewehre tragenden Sicherheitsleuten den Eingangsbereich. Im Busbahnhof und in den Bussen sieht man dann ganze Arsenale von Handfeuerwaffen, meist in den Händen von 18-bis 21-jährigen, die während ihres Militärdienstes gratis busfahren dürfen. Da kann es schon mal vorkommen, dass man direkt in den Lauf eines Sturmgewehrs der Marke TAR-21 blickt undes ist nicht angebracht daran zu denken, ob nicht vielleicht doch einer der Wehrdienstleistenden mit dem hohen psychischen Druck der auf seiner Schulter gleich neben dem Gewehr hängt nicht fertig wird. Ein ganzer Staat also unter Waffen. Auch bei Schulausflügen werden die Kinder von in normalen Klamotten gekleideten Sicherheitspersonal begleitet. So gesehen im En Gedi-Nationalpark, wo laut lärmende und lachende Kinder vorausgehen und hinten drein zwei Männer im T-Shirt sowie je einer Mini-Uzi umgehängt nachgehen.</p>
<p>Na, wenn es schon so viel um Militärisches geht, dann wollten wir uns mal den wohl wichtigsten Ort für das soldatische Selbstverständnis der Israeli, die Festung Masada anschauen. Diese liegt ca. 400 Meter oberhalb des Toten Meeres und somit fast auf Meeresniveau. Diese in den 30er Jahren vor Christi-Geburt durch Herodes I. errichtete Anlage galt als uneinnehmbar - bis die Römer zuschlugen. Masada liegt auf einem Plateau, welches gänzlich mit dicken Mauern umgeben war. Im Inneren befanden sich große Vorratsräume und alle Gebäude, die für eine längere Belagerung von Nöten waren. Doch während des jüdischen Aufstands gegen die Römer, hatten die über 900 Zeloten gegen die 15.000 römischen Krieger keine guten Karten. Die Festung wurde belagert und eine Geröllrampe bis zur Mauer am Plateau aufgeschüttet. In dieser aussichtslosen Lage beschlossen die Verteidiger von Masada nicht in die Hände der Römer fallen zu wollen und lieber als freie Menschen zu sterben. So wurden 10 Männer auserkoren, die alle anderen umbringen sollten und dann ein letzter, der bevor er sich selber das Leben nahm, die anderen Neune vom Leben zumTod beförderte. Die Römer fanden dann nur mehr Grabesstille und Berge von Leichen vor. Dieser unbedingte Wille zur Freiheit wird symbolisch auch von der israelischen Armee benutzt und die neuen Rekruten müssen in der Festung von Masada ihren Schwur ableisten. Wie wir oben waren, war von den schwörenden Soldaten nichts zu sehen und so trieben wir uns zwischen den Ruinen herum und genossen die grandiose Aussicht zum Toten Meer und dem Judaäischen Gebirge (<a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/masadavideoblog.wmv" target="_blank">Rundblickvideo von der Festung Masada aus</a>).</p>
<div id="attachment_633" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/masadatotesmeer01.jpg"><img class="size-full wp-image-633" title="masadatotesmeer01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/masadatotesmeer01.jpg" alt="Blick von Masada Richtung Totes Meer" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Blick von Masada Richtung Totes Meer</p></div>
<div id="attachment_634" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/masadaaussicht02.jpg"><img class="size-full wp-image-634" title="masadaaussicht02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/masadaaussicht02.jpg" alt="Im Hintergrund die steil abfallenden Hänge zum Toten Meer Graben" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Im Hintergrund die steil abfallenden Hänge zum Toten Meer Graben</p></div>
<div id="attachment_635" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/masadaroemerlager01.jpg"><img class="size-full wp-image-635" title="masadaroemerlager01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/masadaroemerlager01.jpg" alt="Ehemaliges Römerlager am Fuße von Masada" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ehemaliges Römerlager am Fuße von Masada</p></div>
<div id="attachment_636" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/ichaufmasada01.jpg"><img class="size-full wp-image-636" title="ichaufmasada01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/ichaufmasada01.jpg" alt="Ich im alten Badehaus in der Festung" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ich im alten Badehaus in der Festung</p></div>
<div id="attachment_637" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/masada02.jpg"><img class="size-full wp-image-637" title="masada02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/masada02.jpg" alt="Ruinen am Plateau" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ruinen am Plateau</p></div>
<p>Natürlich muss man als Israel Reisender auch im Toten Meer baden. Das Baden ist aber auf Grund des hohen Salzgehaltes (das 10fache von den wirklichen Meeren) und des dadurch bedingten großen Auftriebs mehr ein Treiben. Ist schon ein seltsames Gefühl, mit aus dem Wasser herausgestreckten Armen und Beinen an der Oberfläche zu bleiben. Man fühlt sich wie in einen Liegestuhl aus lauter Wasser und dies noch am tiefstgelegenen Gewässer der Erdkruste. Mit minus 400 Meter unter Meeresniveau habe ich meinen persönlichen Tiefstpunkt erreicht.</p>
<div id="attachment_638" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/ich-imtotenmeerklein.jpg"><img class="size-full wp-image-638" title="ich-imtotenmeerklein" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/ich-imtotenmeerklein.jpg" alt="Das Salzwaser trägt mich" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Das Salzwaser trägt mich</p></div>
<p>Weiter fuhren wir zum wohl meistbesuchtesten Nationalpark beim Ort En Gedi. Hunderte Schulklassen werden hier täglich mit Bussen hergekarrt und die Kinder laufen dann lärmend und schreiend zu den Wasserfällen. Begleitet immer von Waffentragenden Männern, die in Zeiten des brüchigen Friedens ein seltsames Gefühl von Sicherheit vermitteln sollen. Unterhalb der Wasserfälle befinden sich kleine Becken, in denen die kleinen Racker sich so richtig austollen könne. Meist mit ihrem Gewand bekleidet, springen sie ins kalkig weiße Wasser und bespritzen sich johlend gegenseitig. Auf der Suche nach etwas Ruhe begaben wir uns einen Abhang hinauf zu einem flachen Plateau. Beim Raufwandern hinter uns blickend, sahen wir eine Szenerie wie in einem Freibad. Hunderte Kinder sprangen im Wasser auf und ab, vor lauter Freude dabei grölend und ab und zu schreite ein Aufseher &#8220;Springen vom Beckenrand verboten&#8221; (Video - <a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/engedi-freibad01.wmv" target="_blank">siehe hier</a>). Wir entspannten uns derweilen bei der En Gedi-Quelle und hielten unsere Füße ins lullewarme Quellwasser. Herrlich! Nur ein paar Vögel kamen geflogen und zwitscherten Lieder zum Relaxen. Ebenso Stille , wenn nur für wenige Minuten, fanden wir beim großen Wasserfall. Hier konnte man sich gut vorstellen, wie damals der junge Held David und seine Mannen vor König Saul Zuflucht gesucht haben, in den vielen Höhlen dieses schönen Tales.</p>
<div id="attachment_640" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/eingeidikinder01.jpg"><img class="size-full wp-image-640" title="eingeidikinder01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/eingeidikinder01.jpg" alt="Badende Kinder im &quot;Freibad&quot;" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Badende Kinder im </p></div>
<div id="attachment_641" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/eingeidiwasserfall02.jpg"><img class="size-full wp-image-641" title="eingeidiwasserfall02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/eingeidiwasserfall02.jpg" alt="Der große Wasserfall" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Der große Wasserfall</p></div>
<div id="attachment_642" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/eingeidiquelle02.jpg"><img class="size-full wp-image-642" title="eingeidiquelle02" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/eingeidiquelle02.jpg" alt="Ah, Füße baden" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ah, Füße baden</p></div>
<div id="attachment_643" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/eingeidiausblick01.jpg"><img class="size-full wp-image-643" title="eingeidiausblick01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/eingeidiausblick01.jpg" alt="Ausblick vom En Gedi-Plateau" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ausblick vom En Gedi-Plateau</p></div>
<div id="attachment_644" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/eingeidimassen01.jpg"><img class="size-full wp-image-644" title="eingeidimassen01" src="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/eingeidimassen01.jpg" alt="Der Schulwandertag" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Der Schulwandertag</p></div>
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